Mit einem „Masterplan Brücken 2025 bis 2040“ will der Berliner Senat in Zukunft die Sanierung von maroden Brücken beschleunigen. Der Plan, der bereits im Doppelhaushalt 2026/2027 enthalten ist, soll die Brücken „langfristig sichern, modernisieren und zukunftsfähig aufstellen“. Das ist eine Mammutaufgabe, denn in Berlin gibt es insgesamt 1047 Brücken, für die der Senat zuständig ist. Viele dieser Brücken sind älter als 100 Jahre und „den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen“, so der Senat.

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Das Ergebnis einer Untersuchung ist alarmierend: Nur knapp jede fünfte Brücke in Berlin ist in einem guten oder sehr guten Zustand, so Andreas Kraus. Der Staatssekretär im Senat für Mobilität, Verkehr und Umwelt vertrat auf einer Pressekonferenz im Roten Rathaus Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Die Folgen der maroden Infrastruktur sind in der Hauptstadt spürbar: Für viele Brücken gelten Lastbeschränkungen, Sperrungen, Umleitungen und andere Einschränkungen, die den Verkehrsfluss bremsen.
175 Brücken müssen neu gebaut, weitere 125 saniert werden
Der Masterplan des Senats sieht vor, insgesamt 175 marode Brücken in Berlin neu zu bauen und 125 weitere sanierungsbedürftige Brücken in den nächsten 15 Jahren zu sanieren. Macht 300 Brückenbauprojekte bis 2040. Das Geld dafür soll teilweise vom Bund, aus Fördermitteln der EU und vom Land Berlin kommen, erklärte Kraus. Die Investitionskosten für Neubauten und Erhaltungen gab er mit insgesamt 1,84 Milliarden Euro an. Im Doppelhaushalt wurde die Planung bereits angepasst. Auch private-öffentliche Partnerschaften (Public-Private-Partnerships) sollen zum Beispiel Projekte vorfinanzieren können. Eine Art „Brückenmaut“ werde es aber in Zukunft nicht geben, betonte Kraus.
Er sprach von einem „grundlegenden Strategiewechsel“ beim Brückenbau in Berlin. Bisher dauere es rund zehn Jahre, bis eine Brücken-Baumaßnahme geplant und genehmigt werde, der Bau selbst dauere mehrere Jahre und sei untergliedert in Teilbereiche mit verschiedenen Zuständigkeiten. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, so Kraus.
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Eine Art „Bückenmaut“ soll es in Berlin nicht geben
In Zukunft sollen Neubauten und Sanierungen von Brücken deutlich schneller gehen. Dazu soll der Rückstau bei den Instandsetzungen abgebaut, Planungen und Genehmigungen beschleunigt und digitale Instrumente besser genutzt werden. Bürokratische Hürden sollen abgebaut und Aufträge schneller vergeben werden, erklärte Kraus. Auch sollen verschiedene Gewerke beim Bau besser ineinandergreifen.
Die Sicherheit und die Dauerhaftigkeit der Brücken sollen trotz der Beschleunigung gesichert bleiben, diese seien die „oberste Priorität“. Dazu sollen zum Beispiel auch spezielle Sensoren eingesetzt werden, die den Zustand einer Brücke laufend überwachen und Probleme automatisch melden. So sollen „böse Überraschungen“ wie in der Vergangenheit vermieden werden.
„Das Ziel des Masterplans Brücken ist es, die Brückeninfrastruktur der Hauptstadt langfristig zu sichern, zu modernisieren und zukunftsfähig aufzustellen“, erklärte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Schließlich sei Berlin eine „Stadt der Brücken“, die für die Mobilität in der Stadt unverzichtbar seien und Menschen, Stadtteile und Lebensräume verbänden.
mit dpa





