Ein Gericht hat entschieden: 254 Bäume an der Seestraße in Zeuthen im Landkreis Dahme-Spreewald (im Südosten Brandenburgs) werden gefällt. Das Oberverwaltungsgericht wies die Klage des Naturschutzbunds (NABU) ab und gab damit den Straßenbauern recht. Naturschützer kündigen bereits Proteste an. Darüber berichtet die „B.Z.“.
Der Streit bestehe seit rund zehn Jahren. Wie die Zeitung berichtet, beschlossen 2016 die Gemeindevertreter, das Kopfsteinpflaster der Seestraße durch modernen Asphalt zu ersetzen. Auf zwei Kilometern Länge sollen dafür alle Bäume der alten Allee, darunter Eichen, Linden, Ahorne und Robinien, gefällt und durch Neupflanzungen ersetzt werden.
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Gericht gibt Straßenbau in Zeuthen grünes Licht
Als die Planung vor zwei Jahren fertig war, reichte der NABU Klage ein. Fünf Stunden lang haben beide Seiten vor Gericht gestritten. Dann gab Richter Axel Schreier den Straßenbauern recht: „Das Vorhaben wurde nachvollziehbar begründet.“ Die Planung sei „rechtlich nicht anfechtbar“. Eine Revision sei nicht möglich.
Zeuthens Bürgermeister Philipp Martens begrüße das Urteil. 19 der 20 Gemeindevertreter hätten für den Straßenausbau gestimmt. Auch der neue Dahme-Spreewald-Landrat Sven Herzberger zeigte sich zufrieden: „Die richtige Entscheidung.“
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NABU kündigt Widerstand gegen Baumfällungen und Straßenbau an
Beim NABU überwiegen Frust und Enttäuschung. „Das Gericht hat Alleen- und Klimaschutz völlig außer Acht gelassen“, sagte NABU-Kreis-Chef Matthias Rackwitz gegenüber der „B.Z.“. Er wolle das Revisionsverbot prüfen lassen und kündige Widerstand an: „Das wird kein Zuckerschlecken für das Landesstraßenamt.“ Mit Ende der Vegetationsperiode im Herbst dürfen die Bäume gefällt werden. Der Straßenbau soll im kommenden Jahr beginnen.





