Eine Strafanzeige gegen eine Mitarbeiterin aus dem Umfeld von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke sorgt für Aufmerksamkeit in der Landespolitik. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft derzeit, ob ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt eingeleitet wird. Das berichten die „B.Z.“ und die „Märkische Oderzeitung“.
„Uns liegt die Strafanzeige eines Anwalts gegen eine enge Mitarbeiterin des Ministerpräsidenten vor“, bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Thomas Meyer gegenüber der „B.Z.“. Weiter erklärte er: „Wir prüfen die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Körperverletzung im Amt.“
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Vorfall soll sich in der Staatskanzlei ereignet haben
Der Vorfall soll sich am 14. April in der Potsdamer Staatskanzlei ereignet haben. Die Beschuldigte soll einer Sachbearbeiterin einen Stapel Post auf den Kopf geschlagen haben. Die Betroffene habe anschließend über anhaltende Beschwerden geklagt und sich ärztlich untersuchen lassen.
Nach Informationen der „Märkischen Oderzeitung“ soll die Betroffene seitdem krankgeschrieben sein. Zudem soll es eine Zeugin des Vorfalls geben.
Unterschiedliche Darstellungen des Geschehens
Die Strafanzeige sei erst Ende Mai eingereicht worden. Warum dies mehrere Wochen nach dem angeblichen Vorfall geschehen sei, sei bislang nicht bekannt.
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Aus den Medienberichten geht hervor, dass die Beschuldigte den Vorfall nach Darstellung der Anzeigeerstatterin nicht grundsätzlich bestreiten soll. Allerdings werde der Ablauf anders geschildert. Staatsanwältin Marieke Piazolo sagte gegenüber der „B.Z.“ dazu: „Nach Angaben der Anzeigeerstatterin habe die Beschuldigte gesagt, dass es sich nur um eine dünne Mappe gehandelt hat. Es sei nur ein freundschaftlicher Klaps gewesen.“
Staatskanzlei äußert sich nicht
Die Staatskanzlei habe sich zu dem Vorgang nicht inhaltlich äußern wollen. Ein Sprecher habe auf datenschutzrechtliche Gründe verwiesen und habe erklärt, dass man grundsätzlich keine Auskünfte zu Personalangelegenheiten von Beschäftigten gebe. Dies sei zum Schutz der Persönlichkeitsrechte.
Nach Informationen der „Märkischen Oderzeitung“ soll dem Vorfall ein Streit zwischen den beiden Mitarbeiterinnen vorausgegangen sein. Dabei sei es um die Frage gegangen, ob private Pakete an die Staatskanzlei geliefert werden dürfen und ob diese aus Sicherheitsgründen kontrolliert werden müssen.







