Russland kündigt ab 1. Mai einen Lieferstopp für kasachisches Öl an. Das trifft die PCK-Raffinerie in Schwedt (Uckermark) hart und bedroht die Treibstoffversorgung in Deutschland.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (64/SPD) hat nach einer Krisensitzung der Taskforce zur PCK reagiert. „Die jüngsten Ankündigungen aus Russland bringen schlagartig neue Unruhe ins Unternehmen. Das ist gerade jetzt, in einer Zeit neuer internationaler Konflikte und instabiler Energiemärkte, eine große Herausforderung“, sagte er.
Es wird nach alternativen Lieferwegen gesucht, um trotz eines Ausfalls des kasachischen Öls die Raffinerie-Produktion hochzuhalten. „Die Bundesregierung flankiert die PCK derzeit engagiert dabei, entfallende Rohöllieferungen über alternative Bezugswege zu ersetzen. Dazu gehören insbesondere Gespräche, wie schnell zusätzliche Lieferungen über Danzig erreicht werden können“, sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Frank Wetzel, laut Mitteilung aus der Staatskanzlei in Potsdam.
Auch interessant
Brandenburgs Ministerpräsident zuversichtlich: „Optimistisch in die Zukunft blicken“
Ministerpräsident Woidke äußerte sich zudem zuversichtlich. „Die Auslastung der PCK ist stabil, eine Rohölversorgung im Mai bis 80 Prozent sowie die Arbeitsplätze sind gesichert. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.“ Polen trage bereits einen beträchtlichen Teil zur Auslastung der PCK bei. „Im engen Schulterschluss mit unseren polnischen Partnern werden wir auch künftig zusammenstehen.“
Kasachstan hat bislang über die auch durch Russland verlaufende Pipeline Druschba Öl nach Deutschland geliefert. Das Öl ging vor allem an die Raffinerie in Schwedt. Allerdings leitet Russland ab dem 1. Mai kein kasachisches Öl mehr über die Druschba weiter.
dpa/dw



