Nach dem brutalen Überfall auf den Club „Frosch“ in Frankfurt (Oder) im vergangenen August hat das Oberlandesgericht (OLG) Brandenburg vier Tatverdächtige freigelassen.

Die vier Syrer im Alter zwischen 21 und 40 Jahren seien am Montag wegen überlanger Verfahrensdauer aus der Untersuchungshaft entlassen worden, sagte Gerichtssprecherin Judith Janik auf Anfrage.

Den Männern werde besonders schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung und in einem Fall versuchter Totschlag vorgeworfen, sagte Janik.

Das OLG halte die Männer laut dem Beschluss auch weiterhin für dringend tatverdächtig. Allerdings könne der Prozess gegen die Männer nach Angaben der zuständigen Kammer des Landgerichts Frankfurt (Oder) erst im Juni eröffnet werden. Damit dauere die Untersuchungshaft aus Sicht der Richter des OLG unverhältnismäßig lang.