Einsatz in Potsdam

Bombendrohung gegen Justizzentrum: Evakuierung aufgehoben

Das Justizzentrum in Potsdam wurde nach einer Bombendrohung am Freitagvormittag geräumt. Um kurz nach 13 Uhr gab es Entwarnung.

Das Justizzentrum in Potsdam

Das Justizzentrum in Potsdam

Foto: picture alliance / dpa

Potsdam. Die Polizei hat nach einer Bombendrohung an das Potsdamer Justizzentrum Entwarnung gegeben. "Alles abgeschlossen, nichts gefunden", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Brandenburger Polizei war am Freitagvormittag im Justizzentrum in Potsdam im Einsatz. Bereits am Donnerstagabend war eine Drohung per Mail von einem anonymen Absender eingegangen. Demnach wurde für den heutigen Freitag eine Explosion eines Sprengsatzes angekündigt. Das Gebäude wurde vollständig geräumt. 200 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Diensthunde wurden eingesetzt, um das Gebäude in der Jägerstraße abzusuchen. Das teilte die Polizei Brandenburg beim Kurznachrichtendienst Twitter mit.

In dem Gebäude wurde nichts Verdächtiges gefunden, wie es auf dem Nachrichtendienst um kurz nach 13 Uhr weiter hieß. Die Absperrungen wurden bereits wieder aufgehoben.

Weitere Landgerichte in Deutschland geräumt

In mehreren deutschen Städten wurden Landgerichte am Freitagvormittag evakuiert. Es betrifft die Landgerichte in Magdeburg, Kiel, Wiesbaden, Saarbrücken und Erfurt.

„Wir haben heute um 7.45 Uhr die Information bekommen, dass eine Drohung eingegangen ist, die für den heutigen Tag die Explosion eines Sprengsatzes ankündigt“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion West der Berliner Morgenpost über die Situation in Potsdam. „Daraufhin wurden alle möglichen Maßnahmen zur Prüfung und der Gefahrenabwehr ergriffen.“ Das Justizzentrum in Potsdam an der Jägerallee, in dem sich am Morgen bereits rund 200 Personen befanden, sei daraufhin geräumt worden. Am Vormittag seien Polizisten mit Sprengstoffhunden im Gebäude und suchten die Räume ab. Die Jägerallee blieb für den Verkehr offen, ledigich der Bereich unmittelbar vor dem Justizgebäude sei gesperrt worden.

Die Ermittler prüften, ob die Drohung ernstzunehmen sei. Auch die aus den anderen Städten bekannten Drohungen fließen in die Prüfungen ein, hieß es. Sobald das Gebäude umfassend untersucht worden sei, werde entschieden, ob es wieder freigegeben werden könne.

Sprengstoffhunde auch in Erfurt im Einsatz

In Erfurt wurden rund 30 Bedienstete aus dem Gerichtsgebäude in Sicherheit gebracht. Ein Sprengstoffspürhund schlug bei der nachgehenden Suche nicht an. Laut Polizei Erfurt könne die Arbeit im Gerichtsgebäude bald wieder aufgenommen werden.

Am Magdeburger Landgericht stand am Vormittag nach der Evakuierung noch die Suche mit einem Spürhund an. Wie viele Menschen sich im Gebäude befanden war am Vormittag noch nicht klar.

Von der Drohung waren auch die Landgerichte Kiel, Bremen und Wiesbaden betroffen. Auch hier wurden die Gebäude geräumt. In den vergangenen Wochen hatten bereits Bombendrohungen an anderen Landgerichten in Schleswig-Holstein die Einsatzkräfte beschäftigt. Bei keinem der Vorfälle waren verdächtige Gegenstände gefunden worden. Am späten Vormittag wurde für das Kieler Landgericht Entwarnung gegeben. „Der Einsatz ist beendet, es gab nichts“, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatten Spürhunde den Außenbereich des Komplexes abgesucht, aber nichts Verdächtiges gefunden. Sämtliche Sperrungen wurden nach Ende des Polizeieinsatzes aufgehoben.

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