Durchsuchungen

Razzia nach Brandanschlag Flüchtlingsunterkunft in Nauen

Zahlreiche Polizisten - auch Sprengstoffexperten - haben mehrere Wohnungen durchsucht. Festgenommen wurde aber niemand.

Feuerwehrleute versuchen am 25. August den Brand in der Sporthalle in Nauen unter Kontrolle zu bringen

Feuerwehrleute versuchen am 25. August den Brand in der Sporthalle in Nauen unter Kontrolle zu bringen

Foto: Julian Stähle / dpa

In Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Sporthalle in Nauen (Havelland) sind am Mittwoch Wohnungen in der Stadt durchsucht worden. Ein Polizeisprecher in Potsdam bestätigte entsprechende Medienberichte.

Zahlreiche Einsatzkräfte, auch Sprengstoffexperten, haben diesen Angaben zufolge parallel die vom Amtsgericht Potsdam per Beschluss genehmigten Hausdurchsuchungen durchgeführt. Tatverdächtige seien zwar vernommen worden, es habe aber keine Festnahmen gegeben. Nähere Auskünfte gab es von der Staatsanwaltschaft in Potsdam wegen der laufenden Ermittlungen zunächst nicht.

In der Nacht zum 25. August war in Nauen die Sporthalle eines Oberstufenzentrums niedergebrannt. Dort sollten 100 Asylbewerber unterkommen, bis ihre Unterkünfte fertiggestellt sind. Die Brandstifter werden im rechtsextremen Umfeld vermutet. Für Hinweise auf die Täter ist eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt.