Potsdam-Schlaatz

Freiwillige Helfer setzen ihre Suche nach Elias fort

Noch immer ist der kleine Elias aus Potsdam verschwunden. Am Freitagmorgen trafen sich erneut Freiwillige, um nach ihm zu suchen.

Abzählen - und dann kann es losgehen: Mehr als 20 Freiwillige kamen zum Bürgerhaus "Am Schlaatz"

Abzählen - und dann kann es losgehen: Mehr als 20 Freiwillige kamen zum Bürgerhaus "Am Schlaatz"

Foto: Gudrun Mallwitz

Die Suche nach Elias geht weiter. Mehr als 20 freiwillige Helfer haben sich am Freitagmorgen um 9 Uhr vor dem Bügerhaus "Am Schlaatz" getroffen. In zwei Gruppen wollen sie von hier aus weiter nach dem Sechsjährigen suchen: Mit der Straßenbahn soll es zunächst zum Hauptbahnhof gehen. Von da aus wollen sie zu Fuß weiter zum Waldgebiet am Brauhausberg.

Die beiden 15-jährigen Nelli und Jeremy sind eine der ersten am Treffpunkt vor dem Bürgerhaus Am Schlaatz. Auf Facebook haben sie bisher die Suche nach Elias verfolgt, nun wollen sie mithelfen. "Ich stelle mir vor, es ist mein Bruder", sagt Jeremy. "Der ist im gleichen Alter wie Elias." Auch Nelli bringt viel Zeit mit. Sie sagt: "Es tut mir so leid um die Eltern." Die beiden Jugendlichen wohnen in dem Potsdamer Plattenbaugebiet, in dem Elias verschwunden ist.

Vor dem Nachbarschaftscafé hat die Organisationsgruppe um die Babelsbergerin Gabi Franz und Marcel Hellwig vom Schlaatz zwei Biertische aufgestellt. Sie haben das Suchgebiet in Planquadrate aufgeteilt. Ein Stadtplan liegt aus. "Toll, dass ihr gekommen seid", sagt Gabi Franz.. "Könntet ihr euch bitte in eine Ecke stellen, damit wir wissen, wieviele wir sind?," fragt Mitorganisator Dennis Kobs. Er zählt: "21 mit mir!" Es kann losgehen.

Unter den Helfern ist auch Bea Kretschmann. die 42-jährige Potsdamerin ist Mutter von drei Kindern. "Hoffnung" bringe sie hierher, sagt sie. Friseurin Anne ist aus Caputh gekommen. "Es wäre so schön, wenn wir den Kleinen gesund wiederfinden", sagt die 34-Jährige.

Mit der Polizei haben diese Helfer an diesem Freitag noch keinen Kontakt aufgenommen. Beamte haben schon am frühen Morgen überall da geklingelt, wo sie am Vortag keinen angetroffen hatten. Sie verteilen wieder Flugblätter. "Bisher ohne Erfolg" , sagt Polizeihauptmeister Uwe Lessmann.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer (0331) 55 08 11 08 entgegen.

Die Suche geht weiter: Etwa 20 freiwillige Helfer trafen sich am Freitagmorgen vor dem Bürgerhaus "Am Schlaatz"

Die Suche geht weiter: Etwa 20 freiwillige Helfer trafen sich am Freitagmorgen vor dem Bürgerhaus "Am Schlaatz"

Foto: Gudrun Mallwitz