Vermisstes Mädchen

Polizei sucht mit Hunden in Brandenburg und Halle nach Inga

Seit Mai wird das fünfjährige Mädchen Inga aus Schönebeck vermisst. Erneut setzte die Polizei nun Suchhunde ein.


Die fünfjährige Inga wird seit neun Wochen vermisst

Die fünfjährige Inga wird seit neun Wochen vermisst

Foto: Polizei Stendal / dpa

Auf der Suche nach der seit mehr als zwei Monaten vermissten Inga aus Schönebeck hat die Polizei erneut Spezialhunde eingesetzt. Sieben Hunde mit besonders sensiblem Geruchssinn wurden auf eine Fährte im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall angesetzt, wie Polizeisprecher Marc Becher am Mittwoch in Magdeburg sagte. Ihr mehr als 200 Kilometer langer Weg führte von Haldensleben in der Börde bis nach Brandenburg und weiter nach Halle. Die Tiere können kleinste Partikel in der Luft erschnuppern und so auch älteren Fährten folgen.

Die kleine Inga war am 2. Mai in einem Waldstück bei Stendal spurlos verschwunden. Mehrere großangelegte Durchsuchungen, Zeugenbefragungen und bundesweite Fahndungsaufrufe brachten bisher keine heiße Spur. Auch die neue Suchaktion verlief zunächst ergebnislos.

Einen konkreten Anlass für die neuerliche Suche mit den Hunden gebe es nicht, sagte Becher. „Wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, um Inga zu finden.“ Jetzt wurde eine frühere Suche von Mitte Juni fortgesetzt. Vor knapp drei Wochen waren die sieben Spezialhunde von dem Waldstück bei Stendal losgelaufen, wo Inga verschwunden war. Damals führten die Hunde die Polizisten nach Haldensleben in die Börde.

Hunde führten Ermittler bis z um Berliner Ring

Am Mittwoch starteten die Ermittler von dort einen neuen Versuch mit den hochsensiblen Tieren; 30 Beamte folgten ihnen über die Autobahn 2 bis zum Berliner Ring in Brandenburg. Anschließend schlugen die Tiere einen Weg über die Autobahn 9 bis nach Halle ein, wie Becher berichtete. Am späten Nachmittag hätten sich die Hunde auf der Autobahn 14 in Richtung Dresden bewegt.

Um die Hunde ungefährdet schnüffeln und laufen zu lassen, mussten kurzzeitig Autobahnabschnitte gesperrt werden, wie die Polizei weiter mitteilte. Dabei ließen die Beamten die Tiere an Auf- und Abfahrten schnüffeln. Liefen die Hunde die Abfahrt herunter, verließen sie die Autobahn. Gingen sie geradeaus, wurden sie mit dem Auto zur nächsten Abfahrt gebracht. Ob die Suche in den kommenden Tagen fortgesetzt wird, war zunächst unklar.