Wer in Südbrandenburg am Freitag auf Bus oder Straßenbahn angewiesen ist, braucht wieder starke Nerven: Seit dem frühen Morgen um 3 Uhr fahren keine Busse und Bahnen mehr. Der Streik soll bis etwa 14 Uhr andauern. Betroffen sind laut dem Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Marco Pavlik, Verkehrsbetriebe beispielsweise in Cottbus, Guben, Forst und Spremberg (Spree-Neiße) sowie im Landkreis Dahme-Spreewald.

Die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald bietet aber über Subunternehmen auf ausgewählten Linien einen Notfallplan an. In Cottbus wird die Beförderung zu Schulen laut der Cottbuser Verkehrsgesellschaft trotz des Warnstreiks am Freitag ermöglicht.

Es ist bereits der vierte Tag der Warnstreiks. Verdi will damit Druck in den laufenden Tarifgesprächen machen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 120 Euro mehr im Monat für Bus- und Straßenbahnfahrer.

Munitionssprengung auf der A13 südöstlich von Berlin

Nicht nur Nutzer von Bussen und Straßenbahnen brauchen starke Nerven. Auch Autofahrer sind am Freitag herausgefordert. Der Verkehr auf der Autobahn 13 südöstlich von Berlin wird kurzzeitig zum Erliegen kommen. Grund ist die Sprengung von Munition. Zwischen den Anschlussstellen Bestensee und Groß Köris hält die Polizei zwischen 10.15 Uhr und 10.45 Uhr für etwa zehn Minuten beidseitig die Autofahrer an. Vier kleine Splitterbomben und eine Panzergranate sollen gesprengt werden. Das teilte der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mit.

Neue Unfallstatistik vorgestellt – Weniger Verkehrstote 2014

Wegen der Sperrung tendiert das Verletzungsrisiko für Verkehrsteilnehmer gegen Null. Doch im Bundesvergleich ist die Gefahr, im Straßenverkehr zu sterben, in Brandenburg nach wie vor höher als in vielen anderen Bundesländern. Klarheit bringen Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos): Sie wollen am Freitagvormittag in Potsdam erläutern, wie die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Daneben wird die Unfallstatistik 2014 vorgestellt.

Laut Statistischem Bundesamt gab es im vergangenen Jahr 139 Verkehrstote, deutlich weniger als 2013 mit 170 Getöteten.

tal