Potsdam

Rundtempel dank Berliner Mäzen vor dem Verfall gerettet

Der vom Einsturz bedrohte Rundtempel auf dem Potsdamer Ruinenberg ist wieder saniert. An den Kosten in Höhe von rund 450.000 Euro beteiligte sich auch ein Berliner.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Der Rundtempel auf dem Potsdamer Ruinenberg ist saniert. Seit Dienstag dürfen ihn Besucher wieder betreten. Um seine Sehnsucht nach Italien zu stillen, ließ Friedrich II. Tempel, Säulen und eine Wandfassade als Hommage an die römische Antike setzen. Auch um geschickt das Wasserbassin zu verstecken, aus dem die Fontänen von Sanssouci gespeist wurden.

Was Friedrich nur optisch andeuten wollte, besorgte der Zahn der Zeit tatsächlich: Die Feuchtigkeit ließ Sand- und Ziegelsteine bersten. Der 1748 nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und Innocente Bellavite errichtete dorische Tempel drohte einzustürzen. Gerüste mussten das Bauwerk elf Jahre lang abstützen.

Im April 2013 begann die Instandsetzung von Sockel, Mauerkrone und Gesims. Kosten: 468.000 Euro. Mehr als 420.000 Euro davon steuerte der Bund aus dem Investitionsprogramm für Unesco-Welterbestätten bei. Den Eigenanteil der Stadt übernahm der Berliner Mäzen Gerhard Elsner.

Nicht das einzige Projekt, das aus dem Bundesprogramm finanziert wird: Instand gesetzt wird derzeit auch die Kronprinzenbrücke, die Belvedere und Orangerie am Klausberg verbindet. Laut Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sollen die Arbeiten an der Deckschicht und die Reparatur der schmuckvollen Ballustrade im November abgeschlossen sein.