Tiere

Brandenburg zählt 20 Millionen Jungaale

Mit einem speziellen Schutzprogramm für Aale wird in Brandenburg der Fischbestand gepflegt. Nur wird der zwanzigmillionste Aal ausgesetzt.

Foto: DDP

Seit sechs Jahren gibt es in Brandenburg ein besonderes Schutzprogramm für Aale – nun landet dabei der zwanzigmillionste Fisch in der Havel. Agrarstaatssekretär Rainer Bretschneider wird ihn am Freitag aussetzen. Das teilte Brandenburgs Agrarministerium mit. Das Pilotprojekt wird von der EU und dem Land gefördert. Ziel ist es, den Aal-Bestand wieder aufzustocken.

In diesem Jahr planen Fischer und Angler laut Ministerium mit einer "Besatzmenge" - das ist die Zahl der ausgesetzten Fische - von rund drei Millionen Aalen. Der Fisch ist wirtschaftlich bedeutend für die Region: jährlich werden gut 100 Tonnen gefangen, was rund 350 000 Aalen entspricht.

Die mit der Elbe beziehungsweise der Oder verbundenen Binnengewässer Brandenburgs sind seit Millionen Jahren Lebensraum des Europäischen Aals. Früher wanderten Schätzungen zufolge jährlich rund 30 Millionen Jungaale stromaufwärts und suchten sich ihr Zuhause in den Gewässern. Aufgrund von Klimaveränderungen, illegaler Fischerei und dem Bau von Stauwehren hat sich der Aalbestand in Brandenburg jedoch stark verringert. Nach Schätzungen des Instituts für Binnenfischerei in Potsdam-Sacrow leben heute in Brandenburgs Binnengewässern 30 bis 40 Millionen Aale aller Altersklassen.