Umwelt

Teltow-Kanal ist stark mit Phosphor belastet

Die Wasserqualität des Teltow-Kanals soll strenger überwacht werden – denn das Wasser im Kanal enthält zuviel Phosphor. Gemeinsam wollen Berlin und Brandenburg das Problem jetzt angehen.

Brandenburg und Berlin wollen nach Angaben des Potsdamer Umweltministeriums gemeinsam die Wasserqualität im Teltowkanal deutlich verbessern. Derzeit sei der Kanal vor allem mit Phosphor belastet, sagte Minister Dietmar Woidke (SPD) im Zusammenhang mit einer parlamentarischen Anfrage. Langfristig werde zumindest die Gewässergüteklasse II angestrebt. Entsprechende Anforderungen würden sich aus der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union ergeben.

Berlin seien deshalb strengere Überwachungen vorgeschlagen worden, sagte Woidke. Für die nächsten Jahre kündigte er technologische Verbesserungen an Kläranlagen sowie an Anlagen der Regenentwässerung an. Nach Ministeriumsangaben wird von Brandenburger Seite an zwei Stellen gereinigtes Abwasser in den Teltowkanal eingeleitet. Eine davon werde allerdings nur in besonderen Fällen genutzt. Auf der Berliner Seite gebe es weitere Zuflüsse.

Das Umweltministerium habe den Berliner Wasserbetrieben bereits 1993 das Einleiten von Abwasser gestattet. 90.000 Kubikmeter pro Tag seien bei trockenem Wetter als Maximalmenge erlaubt. Nach Angaben des SPD-Landtagsabgeordneten Jens Klocksin hatte Berlin im vergangenen Februar über 14 Tage lang täglich 50.000 Kubikmeter gereinigtes Abwasser in den Machnower See gepumpt, der Teil des Teltowkanals ist. Geruchsbelästigungen der Anwohner seien die Folge gewesen.

( dpa/dino )