Der geplante Erdgasspeicher bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) kann nicht errichtet werden. Dies habe die Geschäftsführung der Gazprom Germania GmbH der Wittstocker Rathausspitze mitgeteilt. Grund sei eine geologische Störung in der 1300 Meter mächtigen Deckschicht über dem vorgesehenen Speicher. Die Störung sei erst bei Tests in der 1638 Meter tiefen Erkundungsbohrung festgestellt worden. Von dem Unternehmen mit Sitz in Berlin war auf Anfrage auch am Sonntag keine Auskunft zu erhalten.
Nach einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen“ sollte auf einem Gebiet von mehr als 140 Quadratkilometer zwischen Wittstock und Mirow der größte natürliche unterirdische Erdgasspeicher in Deutschland geschaffen werden. Dort sei ein Fassungsvermögen von mindestens zwei Milliarden Kubikmeter Erdgas prognostiziert worden. Gazprom Germania benötigte den Speicher, um nach Fertigstellung der „Nord-Stream-Pipeline“ durch die Ostsee im Jahr 2013 russisches Erdgas abnehmen zu können. Nun werde die Suche nach einem geeigneten Speicher in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fortgesetzt.



