An einem der wichtigsten Autobahnknotenpunkte Brandenburgs rollt der Verkehr seit Mittwoch wieder reibungslos. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD) gaben am Nachmittag das Dreieck Nuthetal bei Potsdam offiziell für den Verkehr frei. Das Verbindungsstück von A10 (südlicher Berliner Ring) und A115 (Avus-Zubringer) war zuvor mit einem Aufwand von rund 35 Millionen Euro um- und ausgebaut worden. Das Ende 2006 gestartete Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 11 konnte ein Jahr früher abgeschlossen werden als ursprünglich vorgesehen.

Der südliche Berliner Ring und der Avus-Zubringer sind die am stärksten frequentierten Autobahnen in Brandenburg. 2015 werden einer Prognose zufolge täglich 120.000 Fahrzeuge über das Autobahndreieck Nuthetal fahren.

Tiefensee sagte mit Blick auf die verkürzte Bauzeit: „Das Dreieck Nuthetal ist seiner Vorreiterrolle voll gerecht geworden.“ Vor allem durch das Ausnutzen des Tageslichts für die Arbeiten sei die Baustelle schneller verschwunden. Dieses gute Beispiel mache bereits Schule: 92 Prozent aller Baustellen auf Autobahnen würden inzwischen als sogenannte Tageslichtbaustellen ausgeschrieben. Das koste zwar etwas mehr, rechne sich aber volkswirtschaftlich, betonte Tiefensee. Für das Dreieck Nuthetal hatte Tiefensee 2,5 Millionen extra bereitgestellt, damit die Baufirmen über die herkömmlichen Tagesschichten hinaus das gesamte Tageslicht nutzen.

Platzeck unterstrich, der Autobahnknotenpunkt habe sich von einem „Nadelöhr zu einem Hochleistungsdreieck“ entwickelt. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) fügte hinzu: „Rechtzeitig vor Ferienbeginn geben wir wieder freie Fahrt.“ Der beschleunigte Ausbau bedeute für Tausende Autofahrer gewonnene Zeit. Aber auch der Wirtschaftsverkehr werde profitieren. Zudem sei ein gut ausgebautes Dreieck ein Gewinn für die Verkehrssicherheit.

ddp/sei