Bei einem Arbeitsunfall auf der Baustelle des künftigen Großflughafens BBI in Schönefeld ist ein 51 Jahre alter Arbeiter aus Brandenburg getötet worden. Er wurde bei Erdarbeiten am künftigen Pier Nord von einer Baggerschaufel am Kopf getroffen. Der Unfall ereignete sich um 10.15 Uhr. Der Baggerfahrer wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht. Zu Ursache und Hergang des Unfalls wird noch ermittelt. Es ist der zweite Tote auf der BBI-Baustelle seit Baubeginn. Im Juli 2009 war ein 49 Jahre alter Bauarbeiter aus Bayern getötet worden.
Seit dem ersten Spatenstich im September 2006 gab es neben den zwei Unfällen mit Todesfolge 70 Verletzte auf der BBI-Baustelle, teilte die Flughafengesellschaft gestern mit. Im Verhältnis zu anderen Großbaustellen sei dies wenig. Im Schnitt arbeiten seit Baubeginn 1600 Arbeiter auf der BBI-Baustelle. Das Abgeordnetenhaus wird sich am Donnerstag mit der möglichen späteren Fertigstellung des BBI befassen.
Auf Beschluss aller fünf Fraktionen wird der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Abgeordneten dazu informieren. Diskutiert wird auch die Ansiedlungspolitik für das Flughafenumfeld.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte gestern der Berliner Morgenpost, dass die Flughafen-Geschäftsführung nach wie vor sein Vertrauen genieße. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft sei auf seiner Sitzung im März über mögliche Risiken informiert worden. Damals aber hätten keine Anzeichen vorgelegen, dass der Zeitplan ins Wanken kommen könne. Angesichts der sich abzeichnenden möglichen Verzögerungen gelte es jetzt allerdings, Zeit und Geld abzuwägen.gma/schoe
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