Dem Mann war vorgeworfen worden, seine ein Jahr ältere Frau erdrosselt zu haben. Er saß wegen des Verdachts des Totschlags in Haft. Nach Auskunft des Potsdamer Justizministeriums ereignete sich der Selbstmord in einer externen Krankenstation der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel. Dort sei der Mann regelmäßig überwacht worden. Da mehrere Ärzte zuvor keine Anzeichen für eine Suizidgefahr gesehen hatten, seien keine besonderen Vorkehrungen getroffen worden, sagte ein Ministeriumssprecher.
Das Totschlagsverfahren gegen den 74-Jährigen habe sich durch dessen Tod erledigt, wie eine Sprecherin der Neuruppiner Staatsanwaltschaft sagte. Damit bleiben die Hintergründe für den gewaltsamen Tod der Frau im Dunkeln.
Der „Oranienburger Generalanzeiger“ hatte von möglicher Sterbehilfe berichtet. Der Sohn des Paares hatte die Leiche seiner 75-jährigen Mutter Anfang Mai in deren Haus entdeckt. Vor Ort befand sich auch der Ehemann der Toten.
dpa/Sp


