Zwei Wochen nach der Festnahme des mutmaßlichen „Maskenmannes“ ist die Tatwaffe noch nicht gefunden. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag in Frankfurt (Oder) mit. Die Vernehmung von Zeugen dauere an, sagte er. Nach Durchsuchungen von Wohnungen und Grundstücken seien die Beamten zudem mit der Auswertung dieser Aktionen befasst.

Der Beschuldigte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. „Er schweigt“, sagte der Sprecher. Inzwischen hat der 46-Jährige einen Anwalt, der Akteneinsicht erhält. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zwei Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen und einen Manager entführt zu haben.

Manager aus Villa verschleppt, Millionensumme erpresst

Der Tatverdächtigte wurde vor knapp zwei Wochen in Berlin festgenommen. Bei beiden Überfällen trug der Täter eine Maske. Der Mann soll 2011 die Frau eines Berliner Unternehmers in Bad Saarow (Oder-Spree) niedergeschlagen haben.

Wochen später soll er auf die Tochter der Familie geschossen haben. Die Schüsse trafen einen Wachmann, der lebensgefährlich verletzt wurde. Im Oktober 2012 soll der Beschuldigte einen Manager aus seiner Villa verschleppt haben, um eine Millionensumme zu erpressen. Dem Investmentbanker gelang die Flucht. Bei den Taten wurde immer aus derselben Waffe gefeuert.

dpa/nam