Ein Streit darüber, ob muslimische Frauen Jeans tragen dürfen, war Anlass der gewaltsamen Auseinandersetzung unter Flüchtlingen aus dem Kaukasus in Eisenhüttenstadt im Juli 2013.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen gegen den Haupttäter und weitere Verdächtige, wie aus einer Antwort von Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Der Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber bekam den Auftrag, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen.
Im Juli war es unter Asylbewerbern zu einem Streit über das Tragen von Jeanskleidung gekommen. Das spätere Opfer hatte sich in dieser Hinsicht liberal gezeigt und wurde deshalb mit seiner Frau von einer Gruppe von Männern angegriffen. Zunächst hieß es, die Angreifer hätten der Frau in den Bauch getreten, wodurch sie ihr ungeborenes Kind verloren habe.
Jetzt erklärte Holzschuher, sie sei – anders als ihr Mann – unverletzt geblieben. Auch lägen keine Hinweise vor, dass die Täter der radikalen separatistischen Bewegung „Kaukasus-Emirat“ angehören.
Die Zentrale Ausländerbehörde beauftragte Holzschuher zufolge den privaten Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung, das Wachpersonal zu vestärken. So sollen „Ansammlungen männlicher tschetschenischer Flüchtlinge“ schneller registriert werden und ein rascheres Eingreifen möglich sein. Auch die Sozialbetreuer sollen sensibilisiert werden.
dpa/sei




