Eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstagnachmittag in Prenzlau (Uckermark) entschärft worden.

Etwa 6000 Menschen – ein Drittel der Einwohner – konnten wieder in ihre Wohnungen und Einrichtungen zurückkehren, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung sagte.

Am Morgen waren ab 7.30 Uhr im Radius von einem Kilometer um den Fundort Wohnungen, zwei Kitas, zwei Schulen, zwei Einkaufsmärkte, ein Seniorenzentrum und Teile der Kreisverwaltung evakuiert worden. Die Kinder kamen in einer Turnhalle unter.

Die Stadt stellte Ausweichquartiere zur Verfügung. Außerdem öffnete das Seebad früher als sonst.

Das Gelände der Landesgartenschau blieb den ganzen Tag geschlossen. Der Zugverkehr auf der Linie RE3 zwischen Prenzlau und Angermünde war aufgrund der Entschärfungsaktion sicherheitshalber unterbrochen. Ersatzweise fuhren Busse.

Der Bombenblindgänger war bei Bauarbeiten auf einem Gelände der Bundeswehr entdeckt worden. Bevor er unschädlich gemacht werden konnte, mussten Experten des Kampfmittel-Beseitigungsdienstes den verrosteten russischen Zünder mit einem Sandstrahlgebläse reinigen.

Eine Sprengung hätte deutlich länger gedauert und sich wahrscheinlich bis in den Abend hingezogen.

Zuletzt waren in der uckermärkischen Stadt 2011 und 2012 Bomben gefunden und entschärft worden. Diese waren den Angaben zufolge mit je 100 Kilo Gewicht vergleichsweise klein.

dpa/mim