Nach dem Brand eines Hauses in Blankenfelde-Mahlow (Brandenburg, Landkreis Teltow-Fläming) mit einer schwer verletzten Frau hat sich der 50 Jahre alte Ehemann der Polizei gestellt.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigte am Donnerstagmorgen einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach er auf der Polizeiwache Zossen aufgetaucht ist und zur Vernehmung zur Kriminalpolizei nach Potsdam gebracht wurde.

„Wir ermitteln gegen den 50-Jährigen wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Er steht im Verdacht, am Mittwoch seine 37 Jahre alte Frau und das Wohnhaus angezündet zu haben“, sagte Staatsanwältin Sarah Kress.

Die Ehefrau, die derzeit in einer Berliner Spezialklinik auf der Intensivstation liegt, hat 90-prozentige Verbrennungen erlitten. Sie ist derzeit nicht vernehmungsfähig.

Der 50-Jährige war nach dem Brand mit seinem Auto weggefahren. Die 37-Jährige hatte sich mit ihrem siebenjährigen Sohn, der unverletzt blieb, noch aus dem brennenden Haus retten können. Dann brach sie zusammen. Der Sohn wird derzeit von verwandten betreut und kann nicht befragt werden.

Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und soll einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Gegen ihn wird wegen des Verdachts einer versuchten Tötung ermittelt. Die Ermittlungen der Mordkommission laufen.

dpa/sei