Die Polizei im Kreis Elbe-Elster ist einem Brandstifter auf der Spur. Nach Bränden in einem Sportlerheim und einem Supermarkt vermuteten die Ermittler, dass die Feuer gelegt worden seien, sagte eine Sprecherin der Polizei in Cottbus. Möglicherweise sei am Mittwoch mit einem Ermittlungsergebnis zu rechnen.

Ein Feuer hatte am Sonntag das Fußball-Vereinsheim des FC Bad Liebenwerda und den nahe gelegenen Supermarkt nahezu vollständig zerstört. Die Ermittler stießen auf Einbruchsspuren. Vermutlich habe es noch weitere Fälle gegeben, sagte die Sprecherin. Zuvor waren einem Bericht der „Lausitzer Rundschau“ zufolge ein Jugendclub in Oschätzchen sowie das Sportlerheim, die ehemalige Schule und das Gebäude der einstigen Schulküche in Zobersdorf in Brand gesteckt worden.

Um 6.30 Uhr waren die Feuerwehren der „Lausitzer Rundschau“ zufolge zuerst zum Sportlerheim im Waldstadion ausgerückt, wo zu diesem Zeitpunkt die Gaststätte bereits in voller Ausdehnung in Flammen stand. Dort hatte am Abend zuvor ein Paar seine Silberhochzeit gefeiert, heißt es in dem Bericht. Das Fest war schon wegen der Brandserie verlegt worden, das Paar hatte ursprünglich Sportlerheim in Zobersdorf feiern wollen. Die Geschenke des Paares sind nun verbrannt, berichtet die Zeitung, ebenso die „Ahnengalerie“ des Vereins mit vielen Fotos, Pokale sind zerstört.

Kurz nach 7 Uhr musste die Feuerwehr dann zu dem Brand im Einkaufszentrum eilen, berichtet die Zeitung. Ein Schwelbrand breitete sich zwischen Dachfläche und Decke aus. Aus dem Gebäudekomplex konnten untergestellte Autos – zumeist Oldtimer – und Möbel rechtzeitig durch Kameraden herausgeholt werden.

dpa/sh