Kampfmittelbeseitiger haben am Donnerstag in Oranienburg (Oberhavel) mit der Entschärfung einer 250-Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen.
Die vorherige Evakuierung des Gebiets im Süden der Stadt sei problemlos verlaufen, sagte Sprecher Björn Lüttmann. 4000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt hat Notunterkünfte unter anderem in Kirchen, einem Restaurant und einem Gemeindezentrum organisiert. Bis 14.00 Uhr sollten die Arbeiten im Süden der Stadt abgeschlossen sein.
Am Nachmittag sollte eine zweite Bombe in Bahnhofsnähe entschärft werden. Dort sollten etwa 1800 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der Bahnhof sollte ab 15.00 Uhr für mehrere Stunden gesperrt werden und Regionalzüge ohne Halt durchfahren.
Von 16.30 Uhr bis voraussichtlich 20 Uhr sei der Zugverkehr in diesem Bereich komplett unterbrochen, hatten Deutsche Bahn und S-Bahn angekündigt. Für den InterConnex Rostock-Berlin-Leipzig war eine Umleitung über Schwerin geplant. Bei der Sprengung einer Weltkriegsbombe am Dienstagabend in München wurden mindestens 17 Gebäude beschädigt.
In Oranienburg sind seit 1990 mehr als 130 Bomben unschädlich gemacht worden. Etwa 350 weitere werden noch im Boden vermutet.
dpa/dapd/bee


