Schönefeld

Grünes Licht für Merkels Regierungsflughafen

Das Potsdamer Verkehrsministerium hat den Antrag für den neuen Regierungsflughafen in Schönefeld genehmigt. Dort sollen die Flotte geparkt und ausländische Gäste empfangen werden. Dafür muss jedoch ein denkmalgeschütztes Gebäude abgerissen werden.

Foto: David Heerde

Am Airport Schönefeld kann mit den Umbauarbeiten für einen „Regierungsflughafen“ begonnen werden. Das Potsdamer Verkehrsministerium hat als zuständige Behörde einen entsprechenden Antrag der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH mit Auflagen genehmigt, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Flugbereitschaft das Bundes ist derzeit in Tegel stationiert. Mit Schließung dieses Airports ist der neue Standort dann Schönefeld.

Für den „politisch-parlamentarischen und protokollarischen Flugbetrieb“ ist eine Fläche von 223 080 Quadratmetern im Bereich der jetzigen Flugzeugabfertigung vorgesehen. Durch den Umbau werde der aktuelle Flugbetrieb nicht beeinträchtigt, sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. Der Bund zahle als Kompensation für die geplante Versiegelung von 150 000 Quadratmeter Fläche an den Naturschutzfonds Brandenburg rund 1,1 Millionen Euro.

Neben Platz für die Regierungsflugzeuge und Hubschrauber würden Hangars zum Unterstellen und zur Instandhalten der Fluggeräts sowie Flächen für Betriebsgebäude benötigt. Raum werde es auch für einen angemessenen Empfang von Staatsgästen und ausländischen Besuchern geben. Für die Nutzung durch große Flugzeuge (Airbus A340, Airbus A380, Boeing B747) müssten Rollbahnen verbreitert und die Entwässerung des Flughafens angepasst werden, erläutert das Ministerium. Durch diese Änderungen seien aber weder Lärm noch Erschütterungen oder Grundwasserbeeinträchtigungen zu erwarten.

Die Belange des Bundes für den Flugbetrieb haben sich gegen den Denkmalschutz durchgesetzt. Der beantragte Abriss des sogenannten Generalshotels wurden genehmigt. Allerdings gebe es die Auflage, zeithistorisch wertvolle Elemente aus dem alten Backsteinbau für eine Dokumentation zu bergen.