Gesundheit

Potsdamer Trinkwasser mit Coli-Bakterien verseucht

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Gefährliche Fäkalkeime haben das Trinkwasser in Potsdam verunreinigt. Die Bürger werden aufgefordert, bis auf Weiteres kein Leitungswasser mehr zu trinken.

Im Trinkwassernetz der Stadt Potsdam sind gesundheitsschädliche Coli-Bakterien gefunden worden. Die Keime wurden bei Proben im Rahmen von Baumaßnahmen im Stadtteil Babelsberg festgestellt, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte.

Das Gesundheitsamt rät Bürgern aus dem Gebiet zwischen Rudolf-Breitscheidt-Straße, Plantagenstraße, Behringstraße und Karl-Marx-Straße, Leitungswasser bis auf Weiteres nicht zu trinken. Zur Zubereitung von Speisen und Getränken, aber auch zum Zähneputzen sollte Wasser aus dem Hahn mindestens drei Minuten abgekocht werden, hieß es.

Der stellvertretende städtische Amtsarzt, Ronny Möckel, sagte dem Radiosender 104.6 RTL: „Wir können sagen, dass wir frühestens Sonnabend eine Entwarnung geben können, oder aber die Gefährdungssituation konkretisieren.“ Möckel bestätigte, dass die Wasserwerke schon in der Nacht zu Donnerstag mit groß angelegten Spülmaßnahmen begonnen hätten. Ob dies den gewünschten Erfolg hatte, könne aber erst mit dem Vorliegen weiterer Untersuchungen am Wochenende gesagt werden.

Ursache für die Verunreinigung seien vermutlich Fäkalkeime, die zum Beispiel bei Bauarbeiten in die Wasserleitungen geraten sein könnten.Möckel hielt es aber für "absolut ausgeschlossen“, dass es sich bei dem Bakterium um einen EHEC-Erreger handelt.

Betroffene Bewohner können sich rund um die Uhr unter den Rufnummern 0331-2892372 , 0172-3917302 oder 0331-6612407 informieren.

( dpa/dapd/mim )