Das ausgedehnte Tief „Katharina“ aus Südwesteuropa bringt bis Donnerstag bei eisigen Temperaturen etwa zehn Zentimeter Schnee, teilte der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch in Potsdam mit. Bei böigem Wind sei auf vielen Straßen mit Verwehungen zu rechnen. In der Niederlausitz, wo bereits etwa zehn Zentimeter Schnee liegen, registrierte die Polizei erneut etliche Unfälle auf glatten Straßen.

Die für diese Jahreszeit ungewöhnliche Kälte lässt die Märker weiter frieren. In der Nacht zum Mittwoch war es in Wiesengrund-Mattendorf mit minus 15,1 Grad so kalt wie noch nie zuvor zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember. Für die Nacht zum Donnerstag erwarte man minus 13 bis minus 8 Grad, sagte Voß. Auch am Donnerstag bleibe es tagsüber mit minus 10 Grad im Süden des Landes und etwa minus 5 Grad in der Prignitz sehr kalt. Der Wind sollte im Tagesverlauf vom Süden her nachlassen. Erst am Wochenende soll etwas mildere Luft vom Atlantik nach Brandenburg strömen.

Schlittschuhläufer sollten sich noch nicht auf zugefrorene Seen wagen. „Bei sehr schnellen tiefen Temperaturen entwickeln sich noch keine tragfähigen Eisdecken“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch in Potsdam auf Anfrage. Er rief dazu auf, Seeflächen grundsätzlich zu meiden. Eisläufer sollten auf überschwemmte Wiesen oder künstliche Bahnen ausweichen.

dpa/toto