Wiederwahl

Platzeck bleibt Landeschef der Brandenburger SPD

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Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck ist auf einem Parteitag in Velten als SPD-Parteivorsitzender wiedergewählt worden. Zuvor hatte jedoch ein anderer einen großen Auftritt vor den Delegierten.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender der Landes-SPD (rund 6500 Mitglieder). Auf dem Wahlparteitag in Velten (Oberhavel) stimmten 118 Delegierte und damit 93,7 Prozent für den 56-Jährigen. Es gab fünf Neinstimmen und drei Enthaltungen.

Damit verbesserte Platzeck noch einmal sein Ergebnis von 2008, als er 91,2 Prozent erhalten hatte. Er steht seit zehn Jahren an der Spitze der märkischen SPD und hatte keinen Gegenkandidaten. Auch seine beiden Stellvertreterinnen Klara Geywitz und Martina Münch wurden wiedergewählt. Geywitz bekam 74,2, Münch 65,4 Prozent. SPD-Generalsekretär Klaus Ness kam bei seiner Wiederwahl auf 61,5 Prozent der Stimmen, was gegenüber den 70,2 Prozent von 2008 eine Verschlechterung bedeutet. Für den bisherigen Schatzmeister und Landrat des Kreises Havelland, Burkhard Schröder, stimmten 87,7 Prozent der 135 Delegierten.

Zuvor hatte Brandenburgs früherer Ministerpräsident und SPD-Ehrenvorsitzender Manfred Stolpe auf dem Parteitag sein politisches Lebenswerk verteidigt. Während drei Jahrzehnten habe er versucht, Gespräche zu fördern und Zuspitzungen zu verhindern, sagte er. Die Ostdeutschen hätten allen Grund, stolz auf ihre Leistung und ihren Beitrag zur Deutschen Einheit zu sein. Ein Verdienst der Politik nach dem Wunder der friedlichen Revolution 1989 sei, dem bis dahin vergessenen Land Brandenburg eine neue Identität gegeben zu haben. „Nicht die Faust und nicht der Ellenbogen, sondern die ausgestreckte Hand ist die wahre Stärke des Menschen und der Gesellschaft“, sagte der Ehtenvorsitzende der märkischen SPD. Stolpe war wegen seiner früheren Kontakte zur Stasi in die Diskussion geraten.

( dpa/sei )