• Berlin verliert eines seiner Kinos
  • Bereits seit dem 11. Januar hat das CineStar am Treptower Park geschlossen
  • Das Team verabschiedet sich mit emotionalen Worten von seinen Kunden

Aus und vorbei: Nach 26 Jahren wurde das am 11. November 1999 eröffnete CineStar-Kino Treptower Park endgültig geschlossen. Am Sonntag, dem 11. Januar 2026, flimmerten die letzten Vorführungen in dem Multiplex-Kino über die Leinwand. Bereits am vergangenen Montagmorgen waren keine Kinoplakate am Eingang mehr zu sehen. Nur die großflächige Werbung für die „CineStar Card“ und Kinogutscheine war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abmontiert.

CineStar Treptower Park: „Mit einem weinenden Auge und großer Dankbarkeit“

„Es heißt, jeder gute Film braucht ein verlässliches Ende. Heute müssen wir Ihnen schweren Herzens mitteilen, dass für unser geliebtes CineStar Treptower Park der letzte Vorhang fällt“, hieß es auf bereits vor einiger Zeit an den Eingangstüren geklebten Infozetteln. Seit der Eröffnung sei das Kino mehr als nur ein Ort zum Filmschauen gewesen.

Auch interessant

„Es war ein Ort für das erste Date, für Tränen des Mitgefühls, für gemeinsames Lachen und für angeregte Diskussionen im Foyer. Wir haben mit Ihnen Blockbuster gefeiert, manche exotische Filmperlen entdeckt und den Duft von frischem Popcorn geliebt“, schrieb das CineStar-Team. Man hatte sich „von ganzem Herzen bei unserem treuen Publikum“ bedankt. „Ohne Ihre Leidenschaft für das Kino wäre dieser Weg nicht möglich gewesen“, betonte das Kino gleichermaßen. Das Team verabschiede sich nun „mit einem weinenden Auge und großer Dankbarkeit“.

Gebäude vor Umnutzung zu Beherbergung mit 198 Zimmern

Weitere Themen aus Treptow-Köpenick:

Grund für die Schließung des Kinos ist, dass das gesamte Gebäude umgenutzt werden soll. Auf Anfrage der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick hatte das Bezirksamt hierzu im Mai 2025 mitgeteilt, dass ein positiv beschiedener Bauvorbescheid vom 15. August 2024 mit der Vorhabensbeschreibung „Umnutzung und Umbau von Gewerbe zu Beherbergung mit 198 Zimmern“ vorliege. Ein Zeitplan ist dem Bezirk nicht bekannt.