Wie eine angeschnittene Torte oder die berühmte Videospielfigur Pac-Man – so sieht aktuell das Riesenrad im Spreepark aus. In diesen Tagen wird auf dem Areal des früheren Kulturparks Plänterwald das neue Fahrgeschäft aufgebaut, das im Frühjahr 2027 nach einem Probebetrieb wieder seine Runden drehen soll. Von einer Aussichtsplattform am Zaun, der das Gelände umgibt, können Interessierte derzeit die Fortschritte hautnah erleben.
Anfang 2021 war das alte Riesenrad aus dem Jahr 1989, das seit der Schließung des Spreeparks 2002 verwitterte, abgebaut worden. Seitdem lagerten die Einzelteile des 220 Tonnen schweren Fahrgeschäfts auf dem Areal. Bis zum Sommer 2024, als ein Kran die Teile auf mehrere Lkw hievte, die diese anschließend zu einer Spezialwerkstatt bei Krakau in Polen transportierten. Dort wurden die historischen Bauteile des Riesenrades Stück für Stück aufgearbeitet, um sie langfristig weiter nutzen zu können.
Riesenrad im Spreepark: Plötzlich dominiert eine andere Farbe
Bei umfangreichen Untersuchungen in der Vergangenheit kam heraus, dass alle Stahlbauteile von der Stabilität her noch in einem guten Zustand sind. Allerdings waren die insgesamt 40 Gondeln des alten Riesenrads nicht mehr zu gebrauchen. Die neuen Gondeln, das hat die für den Spreepark zuständige Grün Berlin GmbH angekündigt, werden barrierefrei sein, sodass auch Menschen im Rollstuhl einsteigen können.
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Was auffällt: Die neuen Stahlstützen des Riesenrads sind nicht mehr rot, sondern nun himmelblau, die einzelnen Streben zudem in verschiedenen Farben. An diese Änderungen werden sich Spreepark-Fans gewöhnen müssen. Laut Grün Berlin sollen in Zukunft pro Fahrt bis zu 160 Personen Platz finden. Das neue Riesenrad wird über einem 3000 Quadratmeter großen Wasserbecken schweben. Der Preis für eine Mitfahrt, der zum Parkeintritt dazukommt, soll bei maximal drei Euro liegen. Die neuen Komponenten wie Antrieb, Steuerung und Gondeln werden von der niederländischen Fachfirma Dutch Wheels gefertigt.