Während in der Berliner Landespolitik derzeit eifrig über das Volksbegehren für mehr Stadtgrün diskutiert wird, das einen möglichen Volksentscheid nach sich ziehen könnte, wird in Treptow-Köpenick schon jetzt gepflanzt. Zum mittlerweile dritten Mal führt der Bezirk das Projekt „Hausbäume für Treptow-Köpenick“ durch.

Dabei können sich Besitzer eines privaten Grundstücks im Bezirk, Wohnungsbaugenossenschaften oder Wohnungsbaugesellschaften sowie Eigentümergemeinschaften und soziale Träger um einen Baum bewerben. Mieter können das auch, müssen sich dafür zunächst aber an ihren Vermieter wenden. Die Standortvorschläge bei der Bewerbung prüft anschließend der zuständige Fachbereich im Bezirksamt.

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Pflanzungen auf privaten Grundstücken, die aber dem öffentlichen Straßenland gewidmet sind, kommen nicht infrage. Ideal sind laut Bezirksamt meist Vorgärten, öffentlich zugängliche Hofanlagen oder Gemeinschaftsflächen. Geprüft werden muss bei jedem Standort, ob dort die grundsätzlichen Kriterien eingehalten werden. So ist beispielsweise wichtig zu wissen, ob es unterirdische Gas-, Strom,- und Abwasserleitungen an den gewünschten Stellen gibt.

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2023 hatte der Bezirk das Projekt gestartet und sich dabei die Stadt Saarlouis im Saarland, wo die Idee herkommt, zum Vorbild genommen. Damals, im ersten Jahr des Projekts, gingen gut 100 Bewerbungen ein, woraus in der Folge 56 Bäume gepflanzt werden konnten. 2024 waren es 45 sogenannte Hausbäume, die gepflanzt wurden.

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In diesem Jahr sind es 46. „Am beliebtesten sind in dieser Runde die Baumarten Amberbaum, Feldahorn und Felsenbirne“, teilte die Behörde mit. Die Bäume werden voraussichtlich von November bis Dezember in privaten Vorgärten, in Gärten von Wohnungsbaugenossenschaften und in sozialen Einrichtungen gepflanzt. In einzelnen Fällen können Bäume auch noch im Frühjahr 2026 gepflanzt werden. Eine vom Bezirk beauftragte Firma wird sich für die genauen Pflanztermine bei den ausgewählten Bewerbern melden.

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„Ich freue mich sehr, dass wir das Projekt auch in diesem Jahr fortsetzen können“, äußerte sich Umweltstadträtin Claudia Leistner (Grüne). „Jeder zusätzliche Baum ist ein Gewinn – für das Stadtbild, das Mikroklima und die Artenvielfalt“, betonte sie. Mit dem Hausbäume-Projekt verfolgt das Umwelt- und Naturschutzamt mehrere Ziele. Wie es heißt, sollen damit neben einer Verbesserung der Luftqualität und des Klimakomforts sowie der Förderung der biologischen Vielfalt auch ein „ästhetischer Mehrwert“ im Bezirk geschaffen werden.