In der Zeit von Oktober bis Dezember sollen in Treptow-Köpenick 266 neue Bäume gepflanzt werden. Wie der Bezirk mitteilte, hat das Straßen- und Grünflächenamt die Planung für die Herbstpflanzung abgeschlossen. Konzentriert wird sich in diesem Jahr bei den Neupflanzungen auf die Ortsteile Müggelheim, Grünau, Rahnsdorf, Johannisthal, Adlershof und Köpenick.

Dort sollen die zukünftigen Schattenspender entlang von Straßen, in Grünanlagen und auf Spielplätzen gepflanzt werden. Seit Ende Juli laufen demnach die Vorbereitungen dafür. Es sind auch schon erste Gruben ausgehoben worden. Als Zeit für die Pflanzungen wird deshalb der Herbst bevorzugt, weil dann unterirdisch bereits erste Wurzeln wachsen können und der Baumversorgung für die neue Vegetationsperiode zur Verfügung stehen. Durch den Klimawandel gilt der optimale Zeitraum für Frühjahrspflanzungen durch ungünstige Temperaturverläufe inzwischen als zu kurz.

Treptow-Köpenick: An diesen Orten werden die Bäume im Herbst gepflanzt

Auf der Internetseite des Bezirksamts ist die Liste aller Standorte zu finden, an denen bald neue Bäume in die Erde kommen. In Adlershof ist das der Kinderspielplatz in der Konrad-Zuse-Straße. In Grünau werden Bäume in der Büxensteinallee, Dahmestraße, Königsseestraße, Rabindranath-Tagore-Straße, Schlierseestraße/ Uferpark und Regattastraße gepflanzt. An der Regattastraße hatte es in der Vergangenheit mehrere Vorfälle gegeben, bei denen Unbekannte Bäume angebohrt und vergiftet hatten.

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Ebenfalls bei den Herbstpflanzungen im Fokus sind in Johannisthal die Haushoferstraße und der Sterndamm, in Rahnsdorf die Nickelswalder Straße und der Weichselmünder Weg, in Müggelheim die Philipp-Jacob-Rauch-Straße, der Ludwigshöheweg, Appelbacher Weg, Enkenbacher Weg und die Straße Am Müggelberg.

Besonders auffallen dürften die Neupflanzungen in Köpenick. Dort werden acht neue Bäume im Luisenhain vor dem Rathaus gepflanzt, dazu vier Blumen-Eschen auf dem Schlossplatz. Gleich 26 neue Bäume werden an der Landjägerstraße eingebuddelt. Die meisten Neupflanzungen auf einen Schlag werden mit 37 an der Ecke Müggelheimer Damm/ Salvador-Allende-Straße vorgenommen. Weitere Pflanzungen sind vorgesehen am Futranplatz, in der Pablo-Neruda-Straße, Wendenschloßstraße, Glasberger Straße und Salvador-Allende-Straße südlich der Allende-Brücke.

Warum der Prozess bis zu einer Baumpflanzung so kompliziert ist

So einfach, wie es sich viele Menschen vielleicht vorstellen, ist eine Baumpflanzung nicht. „Die Pflanzung neuer Bäume im öffentlichen Straßenland wird in einem mehrstufigen Prozess geplant“, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamts. Demnach prüft das Straßen- und Grünflächenamt zunächst vor Ort, ob die Standorte ausreichend Raum für eine Baumpflanzung bieten.

Mehrere Faktoren, darunter beispielsweise unterirdische Leitungen, Oberleitungen, geplante Bauarbeiten oder Zufahrten zu Grundstücken, müssen dabei berücksichtigt werden. Außerdem wird auch noch eine sogenannte Suchschachtung durchgeführt. Dabei wird eine gezielte Grabung im Boden vorgenommen, um die genaue Position von Versorgungsleitungen wie Strom-, Gas-, Wasser- oder Telekommunikationsleitungen ermitteln zu können.

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„Jeder Baumstandort ist individuell und erfordert eine maßgeschneiderte Auswahl der Baumart“, erklärt die Behörde darüber hinaus. Das Straßen- und Grünflächenamt achte dabei auf Kriterien wie „Wuchsform, Endgröße, Fruchtbildung sowie das optische Erscheinungsbild der Straße“. Ein besonderes Augenmerk wird auf eine vielfältige und an den Klimawandel angepasste Baumartenmischung gelegt. „So wird sichergestellt, dass die neuen Bäume optimal an die Standortbedingungen angepasst sind und langfristig gedeihen.“

So werden die Bäume nach der Pflanzung gepflegt

Auf die Ankündigung, im Herbst 266 neue Bäume in Treptow-Köpenick zu pflanzen, erhielt das Bezirksamt nicht nur Zustimmung, sondern zog auch Kritik auf sich. Auf der Facebook-Seite des Bezirks zweifelte jemand daran, dass die Bäume nach der Pflanzung auch vernünftig gepflegt werden. Als Beispiel wurde der Mentzelpark genannt, der am Ufer der Spree nahe dem Neubauquartier Wasserstadt Spindlersfeld liegt. Dieser sei „verkommen“, so der User. „Wenn man da mal welche vom Gartenbauamt sieht, schaukeln die sich die Eier“, schrieb er.

Laut Bezirksamt werden die Jungbäume nach der Pflanzung aber erst einmal vier Jahre lang von beauftragten Firmen gepflegt. Danach gehen die Bäume dann in die Pflege des Straßen- und Grünflächenamts über und werden bis zum zehnten Standjahr bewässert.

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Nach Bezirksangaben werden Bäume möglichst an derselben Stelle gepflanzt, wo vorher schon mal welche gefällt werden mussten. Das sei jedoch nicht immer sofort möglich, weil dafür immer erst das nötige Geld zur Verfügung stehen müsse. „Da freie Baumstandorte in unserem Bezirk knapp werden, setzen wir uns besonders für den Erhalt der schon vorhandenen Bäume ein“, erläutert die Behörde.