Attacken gegen Bäume in Treptow-Köpenick scheinen immer häufiger vorzukommen. Erst im Februar stellte das Bezirksamt Strafanzeige gegen Unbekannt, nachdem seit November 2024 an der Chris-Gueffroy-Allee im Bereich der Britzer-Allee-Brücke 16 Bäume illegal gefällt und weitere beschädigt wurden. Im Juni vergangenen Jahres sorgte ein angebohrter und mit einer Chemikalie vergifteter Lindenbaum in der Regattastraße in Grünau für Empörung.

Nun ist es wieder passiert. Erneut hat es einen Lindenbaum erwischt – dieses Mal in der Nieberstraße 13 in Johannisthal. Wie das Bezirksamt mitteilt, wurden bei einer Kontrolle am 19. März ein Bohrloch sowie chemischer Geruch an der 108 Jahre alten Linde festgestellt.

Bezirksamt Treptow-Köpenick stellt Strafanzeige, Polizei entnimmt Proben

„Die Wunde hat einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern und geht 35 Zentimeter tief in den unteren Teil des Stammes etwa 30 Zentimeter über dem Boden. Es wird davon ausgegangen, dass Unbekannte den 25 Meter hohen Baum abtöten wollen“, heißt es in einer Mitteilung. Das Straßen- und Grünflächenamt werde den Zustand des Baumes beobachten.

Der Bezirk hat nach dieser Straftat nun Anzeige gestellt, die Polizei bei der Beweissicherung Proben eines weißen, chemischen Substrats entnommen. Der Gesamtschaden sei noch nicht ermittelt worden, werde aber auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Es sei bereits der vierte bekannte Fall von Baumbeschädigung im Bezirk.

Grünen-Stadträtin verurteilt „Angriff auf die Natur“

„Dieser erneute Vorfall von mutwilliger Zerstörung an einem unserer wertvollen alten Bäume ist zutiefst besorgniserregend. Bäume wie diese über 100-jährige Linde in der Nieberstraße sind nicht nur prägende Elemente unseres Stadtbildes, sondern leisten auch einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität in unserem Bezirk“, sagt Umweltstadträtin Claudia Leistner (Grüne). „Derartige Straftaten sind ein Angriff auf die Natur und auf unsere Gemeinschaft“, betont sie.

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Schwierig ist bei solchen Taten oft die Aufklärung. Das Bezirksamt hofft nun darauf, dass jemand vielleicht etwas Verdächtiges beobachtet hat und dies einer Polizeidienststelle oder beim Straßen- und Grünflächenamt meldet. Möglich ist das unter der Telefonnummer 902975823 oder auch per E-Mail an sga-zentral@ba-tk.berlin.de.