Der Wahlkampf in Berlin geht vor der Bundestagswahl am 23. Februar in die heiße Phase. Im Kampf um Aufmerksamkeit hat sich die Partei Die Linke jetzt eine besondere Aktion überlegt. Diese setzt sich gegen den Leerstand von Wohnungen und Gewerbe ein. So haben Mitglieder der Linkspartei berlinweit, so auch in Treptow-Köpenick, an mehrere leerstehende Gewerberäume Plakate mit der Aufschrift „Warum steht hier Gewerbe leer?“ geklebt.
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Darunter befinden sich eine geschlossene Apotheke in Plänterwald, ein leerstehendes Geschäft direkt im S-Bahnhof Plänterwald sowie ein leerer Laden im Park Center Treptow. Über einen QR-Code auf den Plakaten, der zur Internetseite des Landesverbands Berlin führt, werden Antworten auf diese Frage versprochen. Auf den Plakaten schreibt die Partei auch, dass in Berlin etwa 1,5 Millionen Quadratmeter Büroflächen leer stehen.
Leerstehende Wohnungen und Gewerberäume: Die Linke fordert konsequentes Eingreifen
Die Linke verweist in einer Mitteilung auf den Zensus 2022, wonach in Berlin 40.500 Wohnungen ungenutzt sind, was einem Wohnraum für fast 77.000 Menschen entspreche. Ein Drittel der Wohnungen stehe länger als ein Jahr leer. Allein aus den leerstehenden Büroflächen könnten, so die Linke, mehr als 16.000 Wohnungen entstehen.
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Man wolle „diesen immensen Leerstand in Zeiten der Wohnungsnot“ nicht hinnehmen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von die Linke Berlin und die Linke Treptow-Köpenick. Die Partei fordert ein konsequentes Eingreifen, um leerstehende Wohnungen wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen und leerstehende Büros zu beleben.
Abgeordnete Katalin Gennburg hat Plänterwald und Alt-Treptow im Fokus
„Im Treptower Norden stehen riesige Flächen im Parkcenter oder auch die für die Nachbarschaft dringend notwendige Apotheke in Plänterwald leer. Es gibt kein Recht auf Leerstand! Ich möchte, dass Shoppingcenter umgebaut und leere Flächen für die Alltagsbedarfe der Berliner*innen nutzbar gemacht werden“, äußerte sich Katalin Gennburg. Die direkt gewählte Abgeordnete im Treptower Norden tritt für ihre Partei bei der Bundestagswahl überraschenderweise im Nachbarbezirk Marzahn-Hellersdorf an.
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Die Linke kämpfe an der Seite von Initiativen wie der Kampagne „Sorge ins Parkcenter“ oder der Bürgerinitiative in Plänterwald, die diese für die Menschen so wichtigen Orte in den Kiezen wieder beleben wollen, so die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus.
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Zu den Vorschlägen der Linken, um Leerstand wieder zu Wohnraum zu machen, zählen unter anderem eine vereinfachte Beschlagnahme leerstehender Immobilien, ein Förderprogramm zum Umbau leerstehender Gewerbeflächen, ein Baustopp für Büroimmobilien sowie die Entkriminalisierung von Besetzungen von lange anhaltendem Leerstand.





