Möbel im Bauhaus-, Industrie- oder Art-déco-Stil, Leuchtreklame oder Poster aus dem Berliner Tierpark – das alles wurde seit Ende 2019 im Vintage-Möbelladen „Good old Goods“ in der Eichenstraße 4 nahe dem Badeschiff verkauft. Das Geschäft, in dem es auch eine Rutsche für Kinder gibt, konnte sich in einer Industriehalle neben der Arena Berlin in Alt-Treptow etablieren. Damit ist nun aber Schluss.

Wie Inhaber Jakob Wagner im Gespräch mit der Berliner Morgenpost sagte, laufe noch bis diesen Sonntag, 17. November, der zweiwöchige Abverkauf der Waren. In der kommenden Woche wollen er und sein Team mit dem Ausräumen beginnen. Mitte Dezember wird der Laden dann endgültig geschlossen.

Weshalb Good old Goods Alt-Treptow verlassen muss

Hintergrund ist, dass der Vermieter der Halle, den Jakob Wagner als „sehr nett“ bezeichnet, die Fläche modernisieren will. Unter anderem müssen die Heizung und die Brandmeldezentrale überholt werden. „Es hat sich hier sehr gut angefühlt, und es tut schon ein bisschen weh, aber wird sind eher neugierig, was kommt, und gehen da ergebnissoffen ran“, sagt der Friedrichshainer.

Wagner ist es gewöhnt, mit seinem Unternehmen nicht lange an einem Ort zu sein. Er sei früher auch schon mal an der Hasenheide, am Hermannplatz und am Holzmarkt gewesen, immer zur Zwischennutzung. 2019 zog er schließlich in die alte Halle nach Alt-Treptow, was zugleich der Anfang der Marke Good old Goods war. Der Standort gefiel ihm unter anderem aufgrund der schönen Umgebung. Auch die „total netten Leute“ dort, beispielsweise ein Kulissenbauer, ein Automechaniker, ein Eisenbauer und eine Tischlerei, seien super. Man helfe sich gegenseitig.

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Besonders gefragt in seinem Laden seien neben Lampen, Stühlen und Tischen vor allem große Leuchtbuchstaben, wobei er mit einem Sammler zusammenarbeite. Außerdem habe er das Archiv des Tierparks Berlin auflösen dürfen und deshalb eine große Sammlung an alten Tierparkpostern, etwa 40 Motive, zum Verkauf erhalten.

Pop-up-Store am Zoo und Stand in der Markthalle Neun geplant

Dass sich auch bis Sonntag nicht alle Waren verkaufen lassen, mache nichts, denn mit „Good old Goods“ wird es auch danach weitergehen. Jakob Wagner plant, zunächst an verschiedenen Orten in der Stadt Pop-up-Stores zu eröffnen, darunter eine Fläche am Zoologischen Garten.

Beliebt sind unter anderem die Leuchtbuchstaben und Lampen.
Beliebt sind unter anderem die Leuchtbuchstaben und Lampen.© Good old Goods | Good old Goods

Außerdem wird er beim Weihnachtsmarkt in der Markthalle Neun in Kreuzberg mit seiner Leuchtreklame dabei sein. In Zukunft würde der 40-Jährige gern wieder einen neuen Standort mit Lager und Showroom öffnen. Konkretes sei jedoch noch nicht spruchreif.

Die Zeit in Alt-Treptow wird der Inhaber in guter Erinnerung behalten, denn sein Laden habe viele Menschen für die Machart und die Qualität alter Möbel sensibilisieren können. „Wir haben uns hier etabliert, und das wurde sehr gut aufgenommen, weil wir das mit sehr viel Liebe und Enthusiasmus gemacht haben“, sagt er.

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