Es ist ein etwa vier Quadratmeter großes Loch, das eine große Wirkung hat. Seit Mittwoch klafft es in der viel befahrenen Dörpfeldstraße auf Höhe der Zinsgutstraße in Adlershof. Die BVG hat die Stelle mit rot-weißen Baken abgesperrt, der Autoverkehr schlängelt sich drum herum. Weil sich das Loch unmittelbar neben den Straßenbahnschienen befindet, wurde der Tram-Verkehr unterbrochen.

Keine Straßenbahnen mehr zwischen Adlershof und Köpenick unterwegs

Auf ihrer Internetseite, wo die BVG alle aktuellen Störungen meldet, hieß es zunächst, dass die Straßenbahnlinien 61 und 63 „bis auf Weiteres“ nicht zwischen dem S-Bahnhof Adlershof und den Haltestellen Schloßplatz Köpenick beziehungsweise Rathaus Köpenick fahren.

Treptow-Köpenick: Dieses Loch klafft seit Mittwoch in der Dörpfeldstraße auf Höhe der Zinsgutstraße.
Treptow-Köpenick: Dieses Loch klafft seit Mittwoch in der Dörpfeldstraße auf Höhe der Zinsgutstraße.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Am Donnerstag präzisierte die BVG die Meldung und schrieb davon, dass die Unterbrechung noch bis Montag, 21. Oktober, um 1 Uhr nachts andauern soll. Auch die Linie 68 zwischen Rathaus Köpenick und S-Bahnhof Schöneweide/Sterndamm ist betroffen. Als Ersatz für die unterbrochenen Tram-Linien hat die BVG die Buslinie 162 umgeleitet. Sie fährt vorübergehend über die Oberspreestraße, Ottomar-Geschke-Straße und Dörpfeldstraße.

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BVG lässt Gleise reparieren und leitet Buslinie um

Während die BVG in ihrer Störungsmeldung lediglich von einem „Schadensereignis“ schreibt, heißt es auf Morgenpost-Nachfrage von der Pressestelle, dass es sich wohl um einen Wasserrohrbruch handle. Wie ein Sprecher nur kurz und bündig mitteilte, sei die Reparatur an den Straßenbahngleisen im Gange und solle schnellstmöglich abgeschlossen werden. Bis dahin gelte die Verkehrsführung, die auf der Internetseite kommuniziert werde.

Straßenschäden, womöglich durch einen Wasserrohrbruch ausgelöst, in der Dörpfeldstraße in Berlin-Adlershof.
Straßenschäden, womöglich durch einen Wasserrohrbruch ausgelöst, in der Dörpfeldstraße in Berlin-Adlershof.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Ob tatsächlich ein Wasserrohrbruch zu dem Straßenschaden geführt hat, konnte ein BVG-Mitarbeiter an der abgesperrten Stelle am Donnerstagnachmittag nicht sagen. Der Mitarbeiter hatte kurz zuvor noch mit der Baufirma telefoniert. Diese habe ihm gesagt, dass Ersatzteile fehlten. Daher könne die Reparatur, die eigentlich noch am Donnerstag abgeschlossen werden sollte, noch bis Mitte kommender Woche dauern, so der Mann gegenüber der Morgenpost.

Anwohner der Dörpfeldstraße von Straßenschaden nicht überrascht

Wie manche Kommentare bei Facebook zeigen, kam die Nachricht von dem Straßenschaden in der Dörpfeldstraße nicht überraschend. „Die Absenkung ist schon Monate in der Straße, na ja, die ganze Dörpfeldstraße ist doch hinüber!“, schrieb jemand. Ein Anwohner, der die Baustelle laut eigener Aussage direkt vor der Haustür hat, kommentierte: „War abzusehen, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist.“ Ein anderer Nutzer berichtete, dass die Buslinien 162 und 164 nun überlastet seien.

Die Buslinie 162 fährt als Ersatz für die Straßenbahn-Linien 61 und 63 durch die Dörpfeldstraße.
Die Buslinie 162 fährt als Ersatz für die Straßenbahn-Linien 61 und 63 durch die Dörpfeldstraße.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Den Schaden in der Dörpfeldstraße zu beseitigen, ist nicht die einzige Herausforderung. So gibt es aktuell auch in der Bölschestraße in Friedrichshagen ein Problem. Dort ist Richtung Müggelseedamm an einer Stelle hinter der Aßmannstraße die Fahrbahn abgesackt. Deshalb ist die Fahrtrichtung seit Dienstag und voraussichtlich noch bis Freitagnachmittag für den Autoverkehr gesperrt.

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