Die denkmalgerechte Wiederherstellung des Treptower Parks ist ein Langzeitprojekt, wie es auch in Berlin nicht allzu oft vorkommt. Seit inzwischen 15 Jahren läuft die Sanierung der gewaltigen Parkanlage, die von 1876 bis 1888 nach den Plänen des Garten- und Landschaftsarchitekten und Städtischen Gartendirektors Gustav Meyer angelegt wurde.
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Nun geht es in den Endspurt, der jedoch auch noch einmal vier Jahre dauern wird. Wie das Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick informiert, beginnt am kommenden Montag, 14. Oktober, der letzte Bauabschnitt. Zunächst werden dabei sogenannte bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt, Anfang November dann erste Bauarbeiten. Betroffen ist dabei ausschließlich der südlich der Puschkinallee gelegene Parkteil. „Dazu gehören Wegebau, Rodungs- und Pflanzarbeiten. Das entsprechende Ausschreibungsverfahren läuft derzeit noch“, so das Amt.

Ziel der Sanierung sei es, den landschaftlichen Charakter der Ursprungsanlage herauszuarbeiten und ihn wieder nutzbar zu machen. Gleichzeitig gehe es um eine nachhaltige ökologische Aufwertung und Förderung der biologischen Vielfalt. Dazu soll unter anderem eine „standort- und gebietstypische Vegetation mit gartenhistorisch nachweisbaren Arten“ gepflanzt werden. Außerdem sollen historische Wegeverbindungen wiederhergestellt sowie vorhandene Asphaltwege entsiegelt und mit einer wassergebundenen Wegedecke neu befestigt werden.
Neue Rasenflächen, Bäume, Bänke und Mülleimer
Alle Maßnahmen seien eng mit den Denkmalschutzbehörden und der Naturschutzbehörde abgestimmt, teilt der Bezirk mit, der alle geplanten Bauarbeiten detailliert auflistet. So werden in einem rund 61.000 Quadratmeter großen Bereich im südlichen Parkteil unter anderem 10.000 Quadratmeter Asphalt aufgebrochen, 40.000 Quadratmeter neue Rasenflächen angelegt, 36 Bäume gefällt und gleichzeitig 103 neue Bäume gepflanzt, 15.000 Quadratmeter Gehölzflächen gerodet und zugleich 15.000 Quadratmeter heimische Gehölze gepflanzt, 50 Sitzbänke und 40 Mülleimer eingebaut.

Der letzte Bauabschnitt soll 2028 abgeschlossen sein. Bereits zu Ende 2025 fertiggestellt werden die Wege im westlichen Bereich, Mitte 2026 die Wege im östlichen Bereich. Die Rodungs- und Pflanzarbeiten werden in den kommenden beiden Wintern durchgeführt. Wie der Bezirk weiter mitteilt, werden Teile des Treptower Parks bis ins Jahr 2026 hinein nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sein.
Der Bezirk erhofft sich nach der Fertigstellung der Sanierung eine gleichmäßigere Verteilung der Besucher, die aktuell deutlich mehr den nördlich der Puschkinallee gelegenen Teil der Parkanlage nutzen.
Treptower Park: So viel kostet die Sanierung
„Der Treptower Park ist einer der schönsten Grün- und Erholungsanlagen, die der Bezirk zu bieten hat. Es ist ein großes Geschenk, dass wir die Möglichkeit bekommen, das Gartendenkmal umfassend zu sanieren und damit die Aufenthaltsqualität nun auch im südlichen Parkteil zu erhöhen“, sagt Grünflächenstadträtin Claudia Leistner (Grüne).
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2023 hatte das Straßen- und Grünflächenamt für den letzten Bauabschnitt die Finanzierung in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro sichern können. Gefördert wird das Vorhaben im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung 2 aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin.
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