Kommentar

Berlin braucht Orte wie das Funkhaus Nalepastraße

Das einstige Funkhaus und die ehemalige „Elektropolis“ bieten Raum für Entwicklungen, den Berlin dringend braucht, meint Gabriela Walde

Gabriela Walde

Gabriela Walde

Foto: Reto Klar

In der City wird es eng, in den Berliner Randbezirken hingegen gibt es noch Platz, viel Platz. Dazu gehört auch das Areal der riesigen AEG-Industrieanlagen, ehemals Berlins „Elektropolis“ in Oberschöneweide. Vorreiter für die Entwicklung des Standortes war die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), mit den Reinbeckhallen entsteht dort ein neues Kunst-und Kulturquartier mit Großkünstlern wie Olafur Eliasson und Brian Adams. Auch das ehemalige Funkhaus der DDR schwingt sich unter dem Unternehmer Uwe Fabich auf zu neuer Strahlkraft – als internationales Musikzentrum.

In nur drei Jahren schaffte der Unternehmer es, das Funkhaus als Ort für besondere Musikveranstaltungen zu etablieren. Langsam ist nun wieder Leben eingezogen in dieses von Investoren zuvor vernachlässigte imposante Gebäudeensemble. Musiker, Start-ups, Musikstudenten und Künstler kommen mittlerweile dorthin.

Fabichs Pläne sind groß, für manchen vielleicht größenwahnsinnig, doch vom Konzept unschlagbar und stimmig. Das Kraftwerk möchte er über einen Marktplatz mit dem Funkhaus verbinden. Ein Hotel könnte dieses Gesamtareal an der Spree ergänzen, das Potenzial des Funkhauses richtig nutzen. Über die Spree wäre das Areal mit der Innenstadt verbunden. Berlin braucht solche Orte, die anders sind. Das machte immer den Reiz dieser Stadt aus. Nun ist Oberschöneweide dran.

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