Im Volkspark Mariendorf ändert sich gerade einiges. Nachdem der erste Bauabschnitt an der Rixdorfer Straße fast abgeschlossen ist, folgt nun der zweite Bauabschnitt. Hierbei sollen die denkmalgeschützten Bereiche der Nord-Süd-Achse erneuert werden. Seit dem 1. Juni laufen Arbeiten im Rosen- und Staudengarten. Das teilte das Bezirksamt von Tempelhof-Schöneberg mit.

Ziel sei es, „die Aufenthaltsqualität und die gärtnerische Qualität des historischen Gartenteils nachhaltig zu stärken“. Im Rosengarten werden demnach die Rosenbeete umfänglich neu angelegt. Dabei sollen der Boden ausgetauscht und neue Rosensorten gepflanzt werden. Außerdem werden Bänke und Wege neu gemacht und die Treppenanlagen mit neuen Natursteinblockstufen versehen. Eine Rampe entlang der Wegetreppe soll den barrierefreien Zugang erleichtern.

Im Staudengarten werden laut Bezirksamt alle Randbeete umfänglich neu bepflanzt. Der Boden soll dafür teilweise ausgetauscht werden, „um die konkurrenzstarken Wildkräuter zu bekämpfen“. Das Pflanzkonzept orientiere sich an vier Themen und Farbwelten.

Während der Bauarbeiten können Rosen- und Staudengarten nur eingeschränkt genutzt werden. Nach Informationen auf der Website des Projekts sollen die Maßnahmen im November 2026 abgeschlossen sein.

Sumpfgarten wird neu gestaltet – Vorbild Everglades

Als letzte Maßnahme sei dann die Sanierung des Sumpfgartens geplant. Und zwar nach einem tropischen Vorbild. Die Neugestaltung orientiert sich an den historischen Plänen von Bezirksgartendirektor Bernhard Kynast. Dieser hatte die Sumpflandschaft nach dem Vorbild der amerikanischen Everglades vorgesehen – ein Feuchtgebiet im US-Bundesstaat Florida.

Der Sumpfgarten im Volkspark Mariendorf soll saniert werden – nach dem Vorbild der Everglades in den USA.
Der Sumpfgarten im Volkspark Mariendorf soll saniert werden – nach dem Vorbild der Everglades in den USA.© BM | Leonard Laurig

„So erstrahlt der Sumpfgarten bald in altem Glanz inklusive zeitgemäßer Optimierungen“, erklärte das Bezirksamt. Ab Ende September sollen dann konkret die Wege überarbeitet und historische Spuren freigelegt werden.

Über einen neuen geneigten Weg wird der Sumpfgarten mit den höher gelegenen Parkbereichen barrierefrei verbunden. Es entstehen neue Sitzplätze mit neuen Perspektiven auf den Garten.

Damit genügend nasse beziehungsweise wechselfeuchte Bereiche im Sumpf entstehen, sollen sogenannte „Staustufen“ eingebaut werden, die Regenwasser und zugeführtes Wasser aus dem Blümelteich zurückhalten. „Das wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus und fördert die ökologische Vielfalt“, so das Bezirksamt.

Zwei in den Sumpfgarten laufende Stege sollen dann den Zugang in die nassen Bereiche des Sumpfes ermöglichen, wo den Vögeln gelauscht werden kann. Es werden vielfältige Stauden für feuchte Standorte gepflanzt. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Sanierung der Teiche und neue Freizeitflächen fast abgeschlossen

Bereits jetzt finden die Sanierungen des Dillges- und Kleinen Teiches statt. Diese waren aufgrund starker Beschattung, dichten Gehölzbewuchses und unerlaubter Fütterung von Wasservögeln sanierungsbedürftig geworden. Die Aussichtsplattform auf dem Rodelberg war in diesem Zusammenhang ebenfalls saniert worden.

Schon „in wenigen Wochen (Mitte Juni 2026)“ sollen diese Maßnahmen abgeschlossen sein, erklärte das Bezirksamt. Auch der neue Spielplatz, die Hundeauslauffläche sowie das Fitness-Band im Volkspark Mariendorf sollen dann eröffnet werden.