Die bislang namenlose Grünanlage zwischen Ullsteinstraße, Mariendorfer Damm und Markgrafenstraße in Mariendorf wird künftig den Namen Familie-Lewissohn-Park tragen. Das hat das Bezirksamt von Tempelhof-Schöneberg mitgeteilt. Die Grünanlage befindet sich neben einem Fußballplatz. Ein Spielplatz und ein Bolzplatz sind bereits Teil des Geländes. Der neu benannte Park wurde nun zudem mit neuen Sport- und Bewegungsangeboten aufgewertet.
Am Freitag, 29. Mai, um 16 Uhr soll die Anlage von Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) offiziell umbenannt und eingeweiht werden. „Mit der Benennung der Grünanlage wird nicht nur an die Verdienste der Familie Lewissohn erinnert, sondern auch ein Zeichen des Gedenkens an erlittenes Unrecht und fehlende Wiedergutmachung gesetzt“, erklärte Ellenbeck.
Familie engagierte sich für ehemaliges Freibad
Die Namensgebung würdigt das Engagement von Adolf, Louise und deren Tochter Helene Lewissohn, die sich in besonderer Weise um das ehemalige Seebad Mariendorf verdient gemacht haben. Adolf Lewissohn (1852–1927) war der Gründer des Seebades. Das Freibad existierte von 1876 bis 1950 im heutigen Ortsteil Mariendorf.
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Helene Lewissohn war als Angehörige einer jüdischen Familie während des Nationalsozialismus Verfolgung und Entrechtung ausgesetzt. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ihr kein Ausgleich für das erlittene Unrecht gewährt.
Die neuen Sportgeräte sind noch durch Bauzäune versperrt. Sie sollen gleichzeitig mit der Umbenennung eingeweiht werden und Anwohnern ermöglichen, jederzeit kostenlos Sport zu treiben.
BM/lau



