Seit Anfang März dieses Jahres hieß es im Tempelhofer Flughafen jeden Montagabend „Stream on.“ Die dritte Saison der Baller League fand erstmals, nach zwei Spielzeiten in Köln, in Berlin statt. YouTuber, aktive und ehemalige Fußballer und Rapper stellten insgesamt elf Teams zusammen, die Woche für Woche auf dem Kleinfeld in einer Art modernem Hallenfußball gegeneinander angetreten sind. Am Montagabend kürte sich Streets United mit den Coaches Lukas Podolski und Diyar Acar zum Gewinner der dritten Saison.

Baller League - Final Four
Streets United gewinnt das Finale gegen Gönrgy Allstars mit 7:1.© Andreas Gora/dpa | Andreas Gora

Podolskis Team räumt im Tempelhofer Flughafen ab

„Nach einer schlechten zweiten Saison haben wir uns hier jede Woche neu bewiesen und abgeliefert. Berlin ist schon etwas Besonderes. Eine geile Stadt und ein schöner Ort, um zu spielen“, sagte Lukas Podolski, der für ein Allstar-Game vor dem großen Finale gegen Gönrgy Allstars selbst die Fußballschuhe schnürte. Mit einem deutlichen 7:1-Erfolg fegte Streets United die Mannschaft von MontanaBlack und Sascha Hellinger im Hangar 7 im Tempelhofer Flughafen vom Feld.

Auch interessant

Die Kulisse gefiel Podolski, der am Vortag noch die Rückkehr des 1. FC Köln in die Bundesliga gefeiert hat: „Nichts kommt an 50.000 in Köln-Müngersdorf heran. Aber für Jungs, die das nicht kennen, ist das hier vor so viel Publikum online natürlich auch mega.“ Mit der ersten Spielzeit in Berlin war auch der CEO der Baller League zufrieden: „Mir fällt kein krasseres Indoor-Stadion ein als dieser historische Ort hier in Tempelhof. Ich hoffe, dass wir noch lange hier bleiben werden“, sagte Felix Starck.

Berlin-Tempelhof: Stadt und Spielort überzeugen

Wie lange genau die Baller League plant, im Tempelhofer Flughafen zu bleiben, wurde nicht beantwortet. Der Ex-Herthaner Kevin Prince Boateng sagte zu Beginn der Saison: „Für mich ist es natürlich immer etwas ganz Besonderes hier. Das Ganze hat den Charakter von den Straßen Berlins, auf denen wir alle gekickt haben. Mehr als in Berlin geht nicht.“ Julian Schieber, ebenfalls Ex-Herthaner und Teil des Gewinnerteams von Streets United, sagte: „In Berlin kann man nur eine gute Zeit haben und wir hatten einen würdigen Abschluss der dritten Saison.“

Auch interessant

Das Konzept der Baller League soll auch in der kommenden Saison im Flughafen Tempelhof gleich bleiben: auf einem bandenlosen Indoor-Feld wird im sechs gegen sechs gegeneinander gespielt. Eine Partie dauert immer zweimal 15 Minuten, je Spieltag gibt es sechs Partien. Jeweils drei Minuten vor dem Ende jeder Halbzeit treten die sogenannten „Gamechanger-Regeln“ ein, die die gesamte Partie noch auf den Kopf stellen könnten. Ob und wie viele neue Coaches und Spielerinnen oder Spieler die jeweiligen Teams verpflichten, steht kurz nach dem Ende der dritten Saison noch nicht fest.