Auf einem rund 200 Meter langen und mit Kopfsteinpflaster bedeckten Stück des Priesterwegs in Tempelhof-Schöneberg hat sich einiges verändert. Dort gibt es ab sofort gute Neuigkeiten für alle Radfahrer und Fußgänger, denn bereits seit mehreren Jahren erhitzte der grobe Belag der Straßenoberfläche die Gemüter. Aufgrund des sehr holprigen Kopfsteinpflasters sind viele Fahrradfahrer auf den schmalen Bürgersteig vor der S-Bahnhaltestelle ausgewichen und es kam oftmals zu brenzligen Situationen mit Fußgängern.

Kopfsteinpflaster am Priesterweg: Abfräsen besser als Asphalt

Durch das großflächige Abfräsen des Bestands-Kopfsteinpflasters wurde eine bessere Befahrung der Straße ermöglicht. Dies sei laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kostengünstiger als eine Asphaltierung der Straße und würde zugleich die Versickerungsfähigkeit der Fahrbahndecke erhalten.

Kopfsteinpflaster am Priesterweg
Eine etwa 200 Meter lange Strecke wurde abgefräst.© Berliner Morgenpost | Jan Weber

Außerdem ermögliche es eine Lärmminderung für Anwohner. „Mit dieser Lösung bleibt das alte Pflaster erhalten, das Regenwasser kann lokal versickern und der Fahrkomfort für den Radverkehr wurde deutlich erhöht“, teilt die Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck mit.

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Der Priesterweg in Schöneberg ist auch Teil des Fernradwegs Berlin-Leipzig. Durch das Abfräsen ist laut BUND eine „ärgerliche Lücke im Radnetz verschwunden.“