An der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule in Schöneberg hat es am Donnerstag mutmaßlich eine Reizgas-Attacke gegeben. Wie die Berliner Feuerwehr mitteilte, musste sie mit 85 Einsatzkräften anrücken, um die Verletzten zu versorgen und die Schule zu dekontaminieren. Auch ein Rettungshubschrauber war angefordert worden und kreiste über dem Schauplatz, wurde schlussendlich aber nicht benötigt.
Die Rettungskräfte waren zunächst wegen eines beißenden Geruchs zu dem Gebäude alarmiert worden. Ersten Erkenntnissen nach soll ein noch Unbekannter Reizgas in der Schule in der Steinmetzstraße versprüht haben.
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— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) 20. Februar 2025
Laut eines Polizeisprechers wurden elf Personen mit Atemwegsreizungen festgestellt, darunter zwei Lehrkräfte. Zwei der betroffenen Schüler wurden auf eigenen Wunsch hin zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, der Rest konnte vor Ort versorgt werden. Alle elf Personen wurden nur leicht verletzt.
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Die restlichen Schülerinnen und Schüler sowie das Personal der Schule konnten das Gebäude derweil selbstständig verlassen. Durch Belüftung konnte das Gas schnell entweichen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen Unbekannt eingeleitet. Noch wisse man nicht, um welche Substanz es sich genau gehandelt habe, so ein Polizeisprecher, aber Pfefferspray oder Reizgas seien wahrscheinlich. Bisher wisse man noch nichts zu den genauen Hintergründen des Vorfalls, also auch nicht, ob wie bei den letzten Malen ein Streit unter Schülern der Auslöser gewesen war.
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Anfang Dezember 2024 erst wurden 44 Kinder an der Georg-Zacharias-Grundschule in Weißensee (Bezirk Pankow) durch Tränengas verletzt. Ende Januar musste die Polizei außerdem an die Friedrich-Bergius-Schule in Friedenau ausrücken. Auch hier gab es eine Auseinandersetzung, bei der Reizgas oder Pfefferspray eingesetzt wurde. Laut einem Feuerwehrsprecher wurden damals insgesamt zwölf Kinder leicht verletzt, sie erlitten Atemwegsreizungen und Augenreizungen. Ein 15-Jähriger soll einem gleichaltrigen Mitschüler Reizgas ins Gesicht gesprüht haben. Auch gegen diesen mutmaßlichen Angreifer ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.



