Am Montag dieser Woche waren die ersten toten Fische entdeckt worden. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg reagierte umgehend. Feuerwehr, Polizei, Natur- und Umweltamt sowie das Veterinäramt waren zum Ententeich in den Rudolph-Wilde-Park gerufen worden. Da trieben bereits mehrere leblose Tiere an der Wasseroberfläche. Die Behörden begannen sogleich mit der Ursachenforschung und einer Rettungsaktion der noch lebenden Fische. Auslöser für das Fischsterben war wohl ein technischer Defekt.

„Anhand von Wasserproben wurde eine deutlich zu niedrige Sauerstoffsättigung im Wasser festgestellt“, erklärte Umweltstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) am Donnerstag laut einer Mitteilung. Auslöser für den geringen Gehalt sei ein technischer Defekt an der Umwälzanlage und an der automatischen Sauerstoffanreicherung gewesen, heißt es. Zur Verbesserung der Wasserqualität stellte das Fischereiamt eine mobile Belüftungsanlage auf. Außerdem wurde Frischwasser eingeleitet. Die toten Fische wurden durch eine Spezialfirma eingesammelt.

30 Fische starben am Sauerstoffmangel

Insgesamt fielen 30 Tiere dem Sauerstoffmangel zum Opfer. Die durch die Behörden ergriffenen Maßnahmen zeigten jedoch Wirkung. Untersuchungen an den Folgetagen hätten gezeigt, dass sich die Wasserqualität wieder verbessert und sich auch Pflanzen und Tiere erholt hätten, so die Stadträtin.

Nach jetzigem Stand müsse die Pumpe des Teichs erneuert werden. Mit welchen Kosten das verbunden ist, sei derzeit unklar. „Bis sich das Gewässer erholt hat, bleibt der Teich abgesperrt. Der Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes bittet dafür um Verständnis“, so Saskia Ellenbeck weiter. Sie weist zudem auf das Verbot hin, die Enten dort zu füttern.

Das schade der Wasserqualität. „Brotreste sinken auf den Grund des Bodens und werden dort von Bakterien zersetzt“, erklärt die Stadträtin. Dies habe einen hohen Sauerstoffverbrauch zur Folge. Auch die vermehrten Ausscheidungen der Wasservögel förderten das Algenwachstum und führten zur Trübung des Wassers.

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