Berlin. Innerhalb des S-Bahn-Rings wird das Parken kostenpflichtig. Wann die acht Parkzonen kommen, zeigt diese Übersicht.

Berlin will innerhalb des S-Bahn-Rings flächendeckend Parkzonen einführen. Tempelhof-Schöneberg schreitet bei diesem Ziel nun tatkräftig voran. Im kommenden Jahr kommen acht neue Zonen dazu. Damit wird der komplette Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings über ausschließlich kostenpflichtige Parkplätze verfügen. Die Parkzonen sollen immer paarweise eingeführt werden. Laut Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sieht so der aktuelle Zeitplan aus.

Den Anfang macht im April Zone 86 rund um die Großgörschenstraße. Das Gebiet erstreckt sich zwischen Yorckstraße im Norden, Monumentenstraße im Süden sowie Kreuzbergstraße im Osten und Potsdamer Straße im Westen. 1564 Parkplätze sind betroffen. Parallel dazu kommt Zone 85, Barbarossaplatz. Sie wird begrenzt von der Hohenstaufen- und Pallasstraße im Norden, der Grunewaldstraße im Süden sowie Potsdamer Straße im Osten und der Martin-Luther-Straße im Westen. 1995 Parkbuchten werden kostenpflichtig.

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Mehr als 3000 Parkplätze um den Richard-von-Weizsäcker-Platz betroffen

Im Juni ist die Einführung der Zonen 88 und 89 geplant. Mit dem Richard-von-Weizsäcker-Platz (ehemals Kaiser-Wilhelm-Platz) im Zentrum nimmt Zone 88 folgendes Areal ein: Grunewaldstraße in Norden, S-Bahngleise und Bahnhöfe Julius-Leber-Brücke und Schöneberg im Süden, Langenscheidtstraße im Osten und Dominicusstraße im Westen. Mit 3071 Parkplätzen werden in dieser Zone die meisten kostenpflichtig.

Zone 89 betrifft das Gebiet der Schöneberger Insel. Im Norden abgegrenzt durch die Monumentenstraße, im Süden durch den Sachsendamm. Im Osten grenzen die Schienen des S-Bahn-Rings an und im Westen die Zone 88. Betroffen sind hier 2213 Parkplätze.

Der Bayerische Platz und seine umliegenden Straßen (Zone 84, 2237 Parkplätze) werden voraussichtlich im August in eine Parkzone umgewandelt. Sie erstreckt sich zwischen Hohenstaufenstraße im Norden, Badensche Straße im Süden, Martin-Luther-Straße im Osten und Bamberger und Kufsteiner Straße im Westen. Mit dem Bayerischen Platz wird auch Zone 87 eingeführt („Volkspark“, 2499 Parkplätze). Gemeint sind die Straßen um den Rudolph-Wilde-Park mit der Badenschen Straße im Norden, dem Innsbrucker Platz im Süden, der Dominicusstraße im Osten und der Kufsteiner Straße im Westen.

Zwei neue Parkzonen für den Norden Tempelhofs

Die für 2023 letzten Zonen entstehen ab Oktober in Tempelhof. Zone 90 betrifft das Gebiet um das St. Joseph Krankenhaus mit der Dudenstraße im Norden, dem S-Bahn-Ring im Süden und Westen sowie die Manfred-von-Richthofen-Straße im Osten. Zone 91 (Manfred-von-Richthofen-Straße) grenzt unmittelbar an Zone 90 und meint das Gebiet der Gartenstadt Neu-Tempelhof. Sie erstreckt sich zwischen Dudenstraße im Norden, den S-Bahngleisen im Süden, dem Tempelhofer Damm im Osten und der Boelckestraße im Westen.

Sobald die Parkzonen eingerichtet und Parkautomaten aufgestellt sind, wird das Abstellen eines Autos kostenpflichtig. In allen acht Zonen werden von Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr, sowie sonnabends 9 bis 18 Uhr drei Euro pro Stunde verlangt, 75 Cent für die erste angefangene Stunde. Berlin hatte die Parkgebühren erst kürzlich heraufgesetzt. Anwohner, Handwerker oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen können unter www.service.berlin.de einen Parkausweis beantragen.

Damit die Neuregelung nicht völlig überraschend für die Nachbarschaft kommt, werden Anwohnende zwei Monate vorher darüber informiert. „Wir werden hierzu jeweils im Vorfeld gesondert über Postwurfsendungen in den jeweiligen Gebieten, Pressemitteilungen und in den Sozialen Medien informieren“, erklärt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Die Kontrolle der Parkzonen liegt bei den bezirklichen Ordnungsämtern. Für das nun größer werdende Gebiet hat Tempelhof-Schöneberg 43 neue Mitarbeitende eingestellt.

Stadträtin Ellenbeck (Grüne): Neue Parkzonen sind „ein Meilenstein“

Im Herbst 2022 erst führte Tempelhof-Schöneberg die Zone 92 ein. Sie deckt das Gebiet rund um den Tempelhofer Damm in Tempelhof ab. Wie Verkehrsstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) bei der Einführung sagte, war dies der Startschuss für die nun bald folgenden acht weiteren Zonen. „Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im kompletten inneren S-Bahn-Rings des Bezirkes ist ein Meilenstein hin zu einer Erhöhung der Lebensqualität für die Menschen in den Innenstadtbereichen“, so die Stadträtin.

Parkzonen hätten den Zweck eines klimafreundlicheren und sicheren Berlins. Sie sollen dazu beitragen, den Parkplatzsuchverkehr sowie Abgase zu minimieren. Parkraumbewirtschaft führe zudem zu einer gerechteren Auslastung der Parkflächen.

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