Das Kombibad Mariendorf wird nun doch nicht neu gebaut. Das in Pankow jedoch schon. Um beide zu errichten, dafür fehlt den Berliner Bäderbetrieben (BBB) das Geld, wie diese vor gut zwei Wochen mitteilten. Die CDU-Fraktion in Tempelhof-Schöneberg will dies nicht akzeptieren und fordert in einem kürzlich von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg beschlossenen Antrag, dass der Berliner Senat mehr Geld bereitstellen soll, um das Projekt doch noch zu realisieren.

„Die Wasserflächen im Süden unseres Bezirks sind grundsätzlich knapp, und das vorhandene Kombibad im Ankogelweg ist mehr als sanierungsbedürftig“, begründet die CDU-Fraktion ihren Antrag. Mittelfristig drohe hier ein „Totalausfall“. Den Neubau aufgrund von gestiegenen Baukosten abzusagen, sei „nicht hinnehmbar“. „Die Bürgerinnen und Bürger, die Vereine und die Schulen in unserem Bezirk haben sich auf die Zusage der Berliner Bäderbetriebe verlassen“, so die Fraktion weiter.

Linke fordern Informationsveranstaltung zum Kombibad Mariendorf

Der Neubau des Schwimmbades war 2015 angekündigt worden. Aus einer Präsentation während des Sportausschusses im Abgeordnetenhaus vor etwa zwei Wochen ging jedoch hervor, dass nur noch der Bau des Kombibades in Pankow vorangetrieben werden soll. Für beide standen ursprünglich 60 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe würde nach Jahren mit Preissteigerungen nur noch für den Bau eines einzigen Freizeitbades ausreichen.

Ein zweiter durch die BVV beschlossener Antrag fordert zudem, Bürgerinnen und Bürger bei einer öffentlichen Veranstaltung über den abgesagten Neubau zu informieren. Die Fraktion der Linken hatte den Antrag initiiert.