Der Kaiser-Wilhelm-Platz in Schöneberg ist nun Geschichte. Mit einem kleinen Festakt wurde der Platz an der Hauptstraße am Donnerstagvormittag offiziell in Richard-von-Weizsäcker-Platz umbenannt.

Die Bezirksverordneten von Tempelhof-Schöneberg hatten die Umbenennung im Januar 2021 mit den Stimmen von Grünen, CDU und FDP beschlossen. Dass ein neuer Name vergeben werden durfte, liegt daran, dass es in Steglitz ebenfalls einen Kaiser-Wilhelm-Platz gibt und so eine Doppelbenennung vorlag.

Bezirkspolitiker stehen vor dem neuen Straßenschild.
Bezirkspolitiker stehen vor dem neuen Straßenschild.© FUNKE Foto Services | Jörg Krauthöfer

Jörn Oltmann (Grüne), Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeister, würdigte von Weizsäcker in einer Ansprache. Oltmann bezeichnete den CDU-Mann von Weizsäcker als „großen Politiker“. Der 2015 verstorbene von Weizsäcker war von 1981 bis 1984 Berlins Regierender Bürgermeister und im Anschluss bis 1994 der sechste Bundespräsident Deutschlands.

„Dies ist die erste Namensnennung in Berlin, die Richard von Weizsäcker gilt“, sagte Oltmann. Darum sei sie „angemessen und bedeutsam“.