Beginn am Dienstag

Offizieller Baubeginn für Projekt Dresdner Bahn

Der Streckenausbau entlang der bestehenden S-Bahn-Linie wird den Zugverkehr in Richtung Dresden und zum BER-Flughafen beschleunigen.

Abschnitt zwischen dem S-Bahnhof Lichtenrade und der Landesgrenze Berlin-Brandenburg an der zukünftigen Trasse der Dresdner Bahn

Abschnitt zwischen dem S-Bahnhof Lichtenrade und der Landesgrenze Berlin-Brandenburg an der zukünftigen Trasse der Dresdner Bahn

Foto: picture alliance/Christoph Soeder/dpa

Berlin. Das Bauprojekt Dresdner Bahn im Süden Berlins beginnt am Dienstag kommender Woche offiziell. Im Ortsteil Lichtenrade wird der letzte Teil einer Schallschutzwand aufgestellt. Zu dem symbolischen Akt werden Infrastruktur-Konzernvorstand Ronald Pofalla und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, erwartet, wie die Deutsche Bahn am Mittwoch mitteilte.

Der Streckenausbau entlang der bestehenden S-Bahn-Linie wird den Zugverkehr in Richtung Dresden und zum künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) beschleunigen. Auf der neuen 16 Kilometer langen Trasse sollen von Ende 2025 an Regional- und Fernzüge in Richtung Südosten fahren.

Vom Berliner Hauptbahnhof zum BER gelangen Fahrgäste dann in 20 Minuten, etwa 10 Minuten schneller als über die vorhandenen Strecken. Geplant ist ein 15-Minuten-Takt. Nach Dresden geht es dann in anderthalb Stunden und damit gut eine halbe Stunde schneller als heute - vor allem, weil die Strecke für Tempo 200 ausgebaut wird, aber auch wegen des Abschnitts in Berlin.

Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde wird um zwei elektrifizierte Gleise erweitert. Die Bahnübergänge werden durch Brücken und Unterführungen ersetzt. Die Entscheidung, die nach dem Zweiten Weltkrieg gekappte Dresdner Bahn wieder aufzubauen, fiel 1993. Anwohner in Lichtenrade klagten gegen das Projekt und forderten wegen des Bahnlärms einen Tunnel - ohne Erfolg.

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