Von Lkw überfahren

Mahnwache für getötete Fußgängerin in Schöneberg

Am Dienstag wurde eine Frau von einem Lkw erfasst und getötet. Am Donnerstag fand um 17.30 Uhr eine Mahnwache statt.

Die Mahnwache

Die Mahnwache

Foto: Gudrun Mallwitz

Berlin. Nach dem Tod einer 23 Jahre alten Fußgängerin riefen der Fachverband Fußverkehr Deutschland (Fuss e.V.), der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie Changing Cities für Donnerstag, 17.30 Uhr, zu einer Mahnwache an der Unfallstelle an der Hauptstraße Ecke Dominicusstraße in Schöneberg auf. Während der Mahnwache kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Die Fußgängerin war am Dienstag gegen 13.30 Uhr von einem Lkw an- oder überfahren worden und ihren Verletzungen erlegen. Der 59 Jahre alte Lkw-Fahrer hatte die Dominicusstraße in Richtung Rathaus Schöneberg befahren und bog dann rechts in die Hauptstaße ab. Dabei war es zu dem tödlichen Unfall gekommen.

In Berlin gibt es damit bislang 26 getötete Menschen im Straßenverkehr. 2017 waren es 34 Verkehrstote, in den beiden Jahren davor starben 56 und 48 Menschen. Die größte Gruppe der Toten waren jeweils die Fußgänger.

Die drei Organisationen appellieren mit der Mahnwache an die Bundesregierung, unverzüglich die Einführung eines verpflichtenden Abbiegeassistenz-Systems zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern auf den Weg zu bringen. "Wir sind fassungslos. Ohnmächtig erleben wir, wie immer wieder ungeschützte Verkehrsteilnehmer von abbiegenden LKWs überfahren und getötet werden. Bundesverkehrsminister Scheuer setzt weiterhin auf Freiwilligkeit bei den Firmen, wenn es um das Einbauen der Abbiegeassistenten geht. Das reicht offensichtlich nicht, jetzt muss ein Muss her!“, erklärte Stefan Lieb, Geschäftsführer des Fachverbandes Fußverkehr.

Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) warnte aufgrund der geplanten Mahnwache bereits voher vor Verkehrsbehinderungen. Auf den Bus-Linien M48, M85, 104 und 187 kommt es aktuell zu Problemen im Bereich Dominicusstraße/ Hausptstraße.

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