Es ist noch gar nicht so lange her. Vor knapp einem Monat wurde in der Hauptstraße in Schöneberg im Beisein Hunderter Fans eine Gedenktafel an David Bowies ehemaligem Domizil enthüllt. Die Tafel aus weißem Porzellan sollte auch an die drei Alben "Heroes", "Low" und "Lodger" erinnern, die der Musiker in den 70er-Jahren in den berühmten West-Berliner Hansa Studios aufnahm. Sie sind als Berliner Trilogie des Künstlers in die Geschichte der Popmusik eingegangen. Nun - wenige Wochen später - ist von der Gedenktafel nichts mehr zu sehen.
Die #DavidBowie Gedenktafel in der Hauptstraße 155 wurde scheinbar mutwillig entwendet :( pic.twitter.com/fDpmGWLykH
— Angelo Algieri (@kritiker77) September 17, 2016
Am Sonnabend lagen vor dem Haus an der Hauptstraße 155 nur noch einige Bruchstücke auf dem Bürgersteig. Dort, wo die von der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) gefertigte weiße Tafel zuvor hing, sind nur Reste des Klebstoffes und eine Auslassung in der Mauer zu sehen. Laut Berliner Polizei konnten Beamte am Sonnabend gegen 13 Uhr nur noch die zerstörte Tafel feststellen.
Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Bisher gebe es jedoch keine Hinweise auf gewalttätige Einwirkungen, teilte ein Sprecher der Polizei am Sonntag mit.
In einem Facebook-Post schrieb Kulturstaatssekretär Tim Renner am Sonntagmittag, eine Ersatztafel stünde bereit.
Enthüllung der Gedenktafel für David Bowie
In dem Haus Hauptstraße 155 hatte Bowie von 1976 bis 1978 in seiner West-Berliner Zeit gelebt. In die Mauerstadt kam der aus dem Londoner Stadtteil Brixton stammende Rockmusiker auf der Flucht vor seiner Heroinsucht. Mit Bowie zog auch der US-Musiker Iggy Pop in die Hauptstraße 155 ein, der als "Pate des Punk" gilt. Das Zusammenleben der beiden Rockmusiker sei nicht immer reibungslos verlaufen, sagte Bowie einmal in einem Interview. Er sei immer derjenige gewesen, der einkaufte, und Iggy Pop aß alles auf. (mit epd)
jc/dpa












