Das Brücke-Museum braucht mehr Platz. Der über Berlin hinaus bekannte Publikumsrenner in Steglitz-Zehlendorf muss dringend vergrößert werden. Der Wettbewerb der Senatsbauverwaltung ist jetzt entschieden.

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1967, entworfen vom damaligen Senatsbaudirektor Werner Düttmann. Berlin und Berlin-Besucher finden dort die weltweit größte zusammenhängende Sammlung der Künstlergruppe Brücke. Sie gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen des deutschen Expressionismus. Seit 1995 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Sanierung und Erweiterung des Museums geplant

Alter und Erfolg des Museums erforderten nun aber eine denkmalgerechte Sanierung und Modernisierung. Die Teilnehmer des Wettbewerbs indes sollten zusätzliche Flächen für Ausstellung, Depot, Verwaltung, Betrieb, Vermittlung und Forschung darstellen.

Der erste Preis mit 43.000 Euro ging an das Berliner Büro Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten und die ebenfalls Berliner Landschaftsarchitekten fabulism GbR. Rund 240 Architekturbüros hatten in der ersten Phase Entwürfe eingereicht. Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt erklärte, die Wettbewerbsaufgabe im Kontext von Brücke-Museum und benachbartem Kunsthaus Dahlem sei eine große Herausforderung für die Planer gewesen. Die prämierten Arbeiten zeigten jetzt ein hohes Maß an Sensibilität für den besonderen Ort und entwickelten das Museum hervorragend zu einem zeitgemäßen Ausstellungshaus weiter.

Entwürfe des Städtebau-Wettbewerbs in Berlin öffentlich ausgestellt

In der ersten Phase des Wettbewerbs waren 18 Entwürfe für die vertiefende Bearbeitung in einer folgenden, zweiten Runde ausgewählt worden. In der nächsten Sitzung vergab das Preisgericht drei Preise und drei Anerkennungen. Auf die Plätze zwei und drei kamen heneghan peng architects, Dublin, mit Juca Landschaft und Architektur, Berlin und adb Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung Steffen Obermann, Berlin (27.000 Euro), sowie bächlemeid architekten stadtplaner BDA PartGmbH, Berlin, mit Planorama GmbH, Landschaftsarchitektur, Berlin (16.000 Euro).

Alle Entwürfe der Wettbewerbsphasen sind bis zum 9. Oktober in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Fehrbelliner Platz 4, Raum 4151, 10707 Berlin zu sehen. Montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Am 25. Oktober geht es kostenlos ins Brücke-Museum. Ebenso ins Georg Kolbe Museum, Haus am Waldsee und Kunsthaus Dahlem. Damit greift man den Gedanken des Berliner Museumssonntags auf. Bis Ende des Jahres 2024 bot dieser einmal im Monat den kostenlosen Besuch von Berliner Museen. Den vier Häusern zufolge wird die Aktion durch eine private Spende ermöglicht.